Fauci-ing: Das steckt hinter dem neuen Dating-Trend

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Ghosting, Benching, Breadcrumbing - für jedes noch so ekelhafte Dating-Verhalten gibt es mittlerweile eine kreative Bezeichnung. Und das Repertoire an Single-Sorgen wurde soeben durch ein weiteres Dating-Delikt erweitert. Für den sperrigen Namen stand eine prominente Person Pate.

NIH National Institute of Allergy and Infectious Diseases Director Anthony Fauci addresses the daily press briefing at the White House in Washington, U.S. January 21, 2021.  REUTERS/Jonathan Ernst
Dr. Anthony Fauci ist nicht nur das US-amerikanische Sprachrohr der Vernunft in der Corona-Pandemie, sondern jetzt auch Namenspate für einen Dating-Trend (Symbolbild: Reuters)

Dr. Anthony Fauci, Immunologe und medizinischer Berater der US-Regierung, ermahnt die Amerikaner seit Beginn der Corona-Pandemie zu Sicherheitsmaßnahmen wie das Tragen eines Mundschutzes und Sicherheitsabstand zu Mitmenschen. Doch jetzt ist er nicht nur das Symbol für einen vernünftigen Umgang mit der Pandemie, sondern auch das eines neuen Dating-Trends.

Der Begriff Fauci-ing wurde von der Dating-Seite "Plenty of Fish" erdacht und bezeichnet das Beenden einer Beziehung oder das Abbrechen eines Kontakts, weil eine Person die Pandemie nicht ernst nimmt und sich nicht an die Abstandsregeln hält.

So reagiert Fauci selbst auf den Dating-Trend

Was diese Wortschöpfung zeigt: Die Corona-Pandemie oder das Leugnen derselben wird auch in Beziehung immer mehr zum Politikum, vor allem in den USA, wo der vorherige Präsident Donald Trump die Krise durchweg unterschätzte und auch auf Faucis Ratschläge keinen Wert legte.

Noch ein Dating-Trend nach prominentem Vorbild: Dieser geht auf das Konto von Greta Thunberg

Fauci wurde indes bereits darüber informiert, dass er nun auch in der Dating-Welt eine Rolle spielt. In einem Interview für die HBO-Dokumentation "Axios for HBO" wurde er auf Fauci-ing angesprochen. Der Immunologe reagierte mit einem Lachen und probierte den Begriff gleich mal aus.

Obwohl er nichts dagegen haben sollte, dass Menschen die Pandemie auch in ihrem Privatleben ernst nehmen, räumte er ein, dass vor allem neue Beziehungen in der aktuellen Lage deutlich erschwert würden. "Es muss frustrierend sein, sich abzuschotten, wenn man eigentlich soziale Interaktionen mit Menschen haben will", sagte er. Bleibt zu hoffen, dass die Pandemie bald vorbei ist - und auch Fauci-ing damit überflüssig wird.

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