Gesunde Füße im Sommer: Die wichtigsten Tipps für den Schuhkauf

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Besonders im Sommer schmerzen die Füße, schwellen an und leiden an unangenehmen Schwielen. Schuld können die falschen Schuhe sein, die langfristig sogar für Haltungsschäden verantwortlich sein können. Worauf du beim Schuhkauf achten solltest – und wie du deinen Füßen auch im stressigen Alltag etwas Gutes tun kannst.

Flats, High Heels oder doch lieber barfuß? Abwechslung ist für unsere Füße am besten. (Bild: Getty Images)

Während die Füße im Winter gut eingepackt auf besseres Wetter warten können, werden sie im Sommer gleich mehrfach belastet: Unbequeme Schuhe ohne Profil, einschneidende Riemchen, hohe Absätze und vor allem die heißen Temperaturen machen unseren Füßen das Leben schwer. Im wahrsten Sinne des Wortes: Besonders in der Hitze fühlen sich Beine und Füße schnell schwer an, Gelenke schwellen an und das sowieso schon dünne Söhlchen der luftigen Sommertreter lässt jedes Steinchen spüren. Komisch, dabei sahen die Schuhe im Laden doch so bequem aus...

Gute Frage: Solltest du die Schuhe in der Wohnung ausziehen?

Augen auf beim Schuhkauf

Besonders beim sommerlichen Schuhkauf sollte man einige Tipps beachten, damit am Ende nicht nur das Auge, sondern auch die Füße Freude am Schuh haben: Wer ein neues Modell oder eine neue Marke ausprobieren will, sollte im Laden zunächst nochmals die Füße ausmessen lassen. Viele Labels fallen in Größe und Weite unterschiedlich aus, deshalb lohnt der Tritt in die Schablone. Auch nach einer Schwangerschaft sind die Füße oft etwas größer als zuvor.

Wer online kauft, kann seinen nackten Fuß vorab auf einem Blatt Papier umranden und die Umrisse mit dem Lineal abmessen (Tools zum Umrechnen der Zentimeter in die korrekte Schuhgröße gibt es im Netz etwa unter den Suchbegriffen „Schuhgröße online messen“).

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Wichtig: Immer beide Füße abmessen – und im Zweifel die größere Größe kaufen. Besonders im Sommer und zu späterer Stunde schwellen die Füße leicht an, dann sind Zehen und Co. froh um jeden Millimeter Platz im Schuh. Apropos: Auch die richtige Uhrzeit spielt eine Rolle für den perfekten Schuhkauf. An heißen Tagen empfiehlt es sich, am frühen Nachmittag einkaufen zu gehen – dann haben die Füße die reale Größe und sind etwas größer als am Morgen, aber noch nicht so angeschwollen wie abends.

Tipps für den Alltag

Öfter mal was Neues: Auch wenn das eine Paar Schuhe perfekt passt, sollte in der Schuhwahl öfter abgewechselt werden. Wer etwa nur in High Heels unterwegs ist, belastet vorrangig den Vorderfuß und sorgt langfristig dafür, dass die Sehnen verkürzen. Besser: zwischendurch in Sandalen und Halbschuhe mit Fußbett wechseln – oder (und das lohnt sich besonders bei Berufen, in denen viel gestanden oder gelaufen wird) maßangefertigte Sohlen einlegen. So werden der Fuß gestützt und Fehlhaltungen vermieden.

Flip Flops solltest du nicht allzu lange tragen, weil sich die Zehen zusammenkrallen – und sich die Füße dadurch verkrampfen. (Bild: Getty Images)

Profil zeigen: Ja, dünne Sohlen sind im Sommer besonders schön – aber sie sorgen auch dafür, dass sich die Füße nach einem Tag in der City besonders müde und schwer anfühlen. Das nötige Profil und Fußbett schützen den Fuß, lassen ihn optimal abrollen und geben ihm Halt. Atmungsaktive Materialien sind Plastik vorzuziehen – in ihnen schwitzt der Fuß weniger, die Folge sind weniger Reibungsstellen, die durch Schweiß schlimmer werden. Flip Flops sollten am besten nur im Strandbad und nicht auf langen Gehstrecken getragen werden, da sich die Zehen beim Tragen zusammenkrallen.

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Unten ohne hat auch was: Zu Hause empfiehlt es sich, möglichst häufig in Socken oder barfuß zu laufen. So werden die Fußmuskeln trainiert und die Füße haben nach den vielen Stunden in Schuhen Entlastung und etwas Luft zum Atmen.

Wie viel Pflege ist gesund?

Füße müssen nicht weich wie ein Babypopo sein – etwas Hornhaut ist gesund und schützt den Fuß vor Steinchen und Verletzungen. Gegen unschön rissige Haut helfen Fußmasken und Cremes, die auch die Hornhaut etwas glatter wirken lassen. Wichtig: Ungesunde Verdickungen, Hühneraugen und schmerzhafte Warzen sollten ausschließlich vom Profi behandelt werden. Ein ausgebildeter Fußpfleger sieht übrigens auf den ersten Blick, wann eine Druckstelle vom falschen Schuh entstanden ist – und kann weitere Tipps geben, worauf man beim nächsten Schuhkauf achten sollte.