Gute Vorsätze einfach umsetzen: Haushaltstipps für mehr Nachhaltigkeit

Alice Tielich
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Das Thema “Nachhaltigkeit” hält in immer mehr Lebensbereichen Einzug und stand wohl bei vielen auf der Liste der guten Vorsätze für 2021. Und diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen, muss gar nicht kompliziert sein. Schon im Haushalt kann man einiges machen, um im Sinne der Umwelt zu handeln – und dabei auch noch Geld sparen.

Woman cleaning a kitchen worktop with natural cleaning products lemon, bicarbonate of soda and vinegar.
Symbolbild: Getty Images

Um mehr Nachhaltigkeit zu praktizieren müssen es nicht immer die ganz großen Veränderungen sein. Schon mit kleinen Maßnahmen kann man erste sinnvolle Schritte machen, um umweltbewusster zu leben.

Lebensmittel länger frisch halten und nachhaltig einkaufen

Wenn Brot schon etwas trocken und hart geworden ist, musst du es nicht wegschmeißen. Denn es kann ganz leicht wieder aufgefrischt werden. Fülle dazu ein wenig Wasser in einen Topf und stelle einen kleinen Teller hinein, auf den du dein Brot legst – es sollte das Wasser nicht berühren. Nun erhitzt du das Wasser, damit der Wasserdampf das Brot etwa 10 Minuten lang auffrischen kann. Bei Gebäck und Kuchen kannst du ein Austrocknen hinauszögern, indem du es mit Apfelschalen in einem geschlossenen Behältnis aufbewahrst.

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So wirfst du weniger Lebensmittel weg. Das kannst du außerdem verhindern, indem du bewusster und damit weniger einkaufst. Laut der Verbraucherzentrale landen jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland im Müll. Aber auch andere Formen von Verzicht stehen für Nachhaltigkeit, wie “nabu.de” aufzeigt, beispielsweise die Reduzierung von Fleischkonsum. Nachhaltiger Einkauf bedeutet auch, dass du soweit möglich lose statt verpackte Produkte wählst und zu saisonalen Produkten statt zu Obst und Gemüse greifst, das einen sehr weiten Weg zurücklegen musste, um in Deutschland im Regal zu liegen.

Ein weiterer Punkt im Haushalt, der leicht umzusetzen ist, ist die Reduzierung von Alufolie und Frischhaltefolie. Zu der greifen wir schnell, um Nahrungsmittel einzuwickeln und zu lagern – doch nach einmaliger Benutzung landen die wenig umweltfreundlichen Materialien dann in der Mülltonne. Die nachhaltigere Alternative sind Frischhalteboxen oder Butterbrotpapier.

Putzmittel reduzieren

Beim Blick in den Putzschrank ergibt sich oft ein chaotisches Bild: Denn auf dem Markt gibt es inzwischen für jeden Bereich der Wohnung ein spezielles Reinigungsmittel – und diese belasten die Umwelt und auch deinen Geldbeutel enorm. Wie der Bund Naturschutz auf “bund-naturschutz.de” informiert, sind diese speziellen Reinigungsmittel außerdem nutzlos: “Die meisten Putzmittel mit angeblichen Wunderkräften sind überflüssig, es gilt sogar die Faustregel, dass ein Putzmittel, je spezieller, desto schädlicher ist.“

Dabei brauchst du gar keine große Sammlung von Putzmitteln. Für eine ordentliche Reinigung deiner Wohnung reichen schon wenige Produkte: ein milder Allzweckreiniger für Böden und Flächen, ein Handspülmittel macht auch Fenster sauber, Haushaltssoda rückt hartnäckigen Flecken zu Leibe und Reiniger mit sauren Inhaltsstoffen wie Zitronensäure reinigen Bad und Toilette.

Beim Heizen Energie sparen

Die Heizperiode wird noch eine Weile dauern, doch viele Verbraucher gehen sehr verschwenderisch mit Heizenergie um – und belasten damit auch unnötig ihren Geldbeutel. Wir wollen es eben kuschelig warm in den eigenen vier Wänden und stellen oft eine zu hohe Raumtemperatur über 20 Grad ein.

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Empfohlen sind allerdings “nur” 20 Grad. Schon mit einer geringen Reduzierung der Raumtemperatur kannst du richtig viel Geld sparen – wenn du beispielsweise deine Wohnung auf 20 statt 23 Grad regulierst, sind über 20 Prozent Ersparnis an Heizenergie möglich. Weitere Tipps zum Einsparen von Heizkosten findest du unter “verbraucherzentrale.de”.

Gläser mehrfach verwenden

Leere Gurken- oder Marmeladengläser? Die müssen nicht entsorgt werden, wenn sie leer sind. Stattdessen kannst du sie zur Aufbewahrung wiederverwenden. Oft stört dabei aber das Etikett, das meist kaum ohne Rückstände zu lösen ist. Der Trick: Bestreiche das Etikett mit etwas heißem Öl, lasse es ein paar Minuten einwirken und schon lassen sich die Etiketten ganz leicht abziehen.

Standby-Modus bei Elektrogeräten

Zwar spart der Standby-Modus Energie ein, dennoch verbrauchen Geräte dabei unnötig Strom. Über einen längeren Zeitraum macht es also mehr Sinn, das Gerät komplett auszuschalten.

VIDEO: Videografik: Die CO2-neutrale Stadt