Italienisch kochen: Diese Fehler machen wir fast alle

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Bei 50 Prozent der Deutschen kommt einmal pro Woche ein leckeres Nudelgericht auf den Tisch. Doch von der traditionellen italienischen Zubereitung sind wir dabei oft weit entfernt. Diese Rezepte und Kochmethoden würden bei Italienern (mindestens) für Kopfschütteln sorgen.

Spaghetti Bolognese gehören zu den Lieblingsgerichten der Deutschen. (Bild: Getty Images)
Spaghetti Bolognese gehören zu den Lieblingsgerichten der Deutschen. (Bild: Getty Images)

1. Spaghetti Carbonara mit Schinken und Sahne zubereiten

Nur Bolognese ist noch beliebter: Laut "Statista" lag die Carbonara im Jahr 2019 auf Platz 2 der beliebtesten Pasta-Saucen der Deutschen. Also. Das, was viele Deutschen unter "Carbonara" verstehen. Denn immer noch hält sich hartnäckig das Gerücht, die traditionelle Sauce würde mit Schinken und Sahne zubereitet. Heieiei… Kaum auszumalen, was Italiener darüber denken. Denn sie bereiten die Nudeln (al dente, natürlich!) mit einem verquirlten Mix aus Eiern, Parmesan oder Pecorino und angeröstetem Bauchspeck zu.

2. Pasta abschrecken

No, no und noch mal no! Pasta und kaltes Wasser vertragen sich überhaupt nicht. Nicht nur, dass die Nudeln abkühlen und den Geschmack verlieren – durch den Sprung ins kalte Wasser verlieren sie ihren Stärkefilm, der dafür sorgt, dass sie sich später gut mit der Sauce verbinden.

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Auf Parmesan bei Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichten verzichten! (Bild: Getty Images)
Auf Parmesan bei Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichten verzichten! (Bild: Getty Images)

3. Parmesan zu Fisch-Saucen

Parmesan geht immer? Jeder, der in einem italienischen Restaurant zu Meeresfrüchten und Fisch schon einmal danach verlangt hat, dürfte den irritierten Blick des Kellners bemerkt haben. Denn: Der Käse ist für diese Gerichte viel zu dominant und überdeckt den zarten Geschmack.

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4. Ganz oder gar nicht

Sahne zum Kochen? Halbfettsahne? Dio mio! Das kommt für den Italiener überhaupt nicht in Frage. Die Sahne sollte mindestens 50 Prozent Fett aufweisen und als Saucen-Basis wandert auch gerne mal Butter UND Olivenöl in der Pfanne.

5. Die Nudeln ertränken

Da geht es nicht um Geiz, sondern um den Geschmack: In Italien werden die Nudeln gerade mal so von der Sauce bedeckt und nicht von ihr ertränkt! Die Faustregel lautet: Je besser die Pasta, umso weniger Sauce.

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