Restaurant "Hands off!“: Hier ist Füttern inklusive

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

In London können sich Asia-Food-Liebhaber beim Restaurantbesuch füttern lassen. Was wie der Gipfel der Dekadenz klingt, hat am Ende aber auch eine gute Seite.

Im Londoner Pop-up-Restaurant "Hands off!“ können sich Asia-Food-Liebhaber füttern lassen. (Symbolbild: Getty Images)

Es klingt kompliziert und auch nicht wirklich komfortabel: Im Londoner Pop-up-Restaurant “Hands off!“ können sich Gäste von ihren eigenen exklusiven Kellnern füttern lassen – und zwar jeden einzelnen Bissen. Die Kellner verwenden für die asiatischen Menüs ausschließlich Stäbchen, der Gast muss lediglich die Hände benutzen, um zu trinken. Und das natürlich nur, wenn es ihm zu lange dauert, bis ihm das Glas vom Kellner zum Mund geführt wird.

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Ist das der Gipfel der Dekadenz?

Das Pop-up-Konzept, das vom 11. bis 14. Juni im schicken Londoner Wohngebiet Marylebone die Restaurant-Türen geöffnet hat, stammt von den Machern des britischen Dinner-Clubs Tastecard, der ansonsten Rabatte für Restaurant anbietet. Die Idee zu “Hands off!“ ist den Betreibern zufolge von Bangkoker Restaurants inspiriert, in denen (so wird auf der Website von “Tastecard“ erklärt) die Gäste “geehrt, mit dem größten Respekt behandelt und bedient werden.“

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Was wie der Gipfel der Dekadenz klingt, hat am Ende zum Glück einen guten Zweck: Der überraschend moderate Dinner-Preis fürs Fütternlassen beträgt umgerechnet rund 22 Euro und geht “Tastecard” zufolge zu 100 Prozent an “Mary’s Meals“, eine Hilfsorganisation, die sich für hungrige Schulkinder einsetzt.

Alle verfügbaren Plätze zum Fütternlassen sind laut der Booking-Plattform Eventbrite leider schon ausgebucht – “Mary’s Meals“ wird es freuen.

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