Shapewear für Schwangere: Zumutung oder Rettung?

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Im Laufe ihrer Photohop-geprägten Karriere hat Kim Kardashian schon einige Shitstorms abbekommen, doch vor allem am letzten Aufschrei in den Sozialen Netzwerken scheiden sich die Geister. Dreh- und Angelpunkt der Diskussion ist die neue Shapewear-Kollektion für Schwangere, von der sich manche Frauen endlich wahrgenommen und andere unter Druck gesetzt fühlen.

Kim Kardashians formverbessernde Unterwäsche "Skims" ist am neuesten Aufschrei in sozialen Netzwerken beteiligt. (Symbolbild: Getty Images)
Brauchen Schwangere wirklich Shapewear oder schadet es ihnen eher? (Symbolbild: Getty Images)

Beim Thema Shapewear gehen die Meinungen auseinander: Die einen halten sie für eine Zauberwaffe, mit deren Hilfe die eigene Figur hübsch in Form gezurrt und optimal in Szene gesetzt werden kann, die anderen würden sich niemals in die hautenge Unterwäsche zwängen, die sie als Zumutung und quasi Gegenentwurf zum Schlagwort Body-Positivity empfinden. Fest steht, dass das jahrzehntelang geltende Körperideal, nach dem nur schön ist, wer schlank ist, gehörig wackelt.

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"Schwangere müssen ihre Figur nicht verstecken"

Dass Kim Kardashian unter ihrem Label Skims kürzlich eine eigene Shapewear-Kollektion für Schwangere auf den Markt gebracht hat, hat der Unternehmerin einen Shitstorm beschert. Die britische Moderatorin und Aktivistin Jameela Jamil zum Beispiel schrieb auf ihrem Instagram-Account: "Schwangere müssen ihre Figur nicht korrigieren oder verstecken. Wenn ich jemals ein Baby bekomme, werde ich die Dehnungsstreifen und meine neuen Kurven feiern."

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Und auch auf Twitter häuften sich die Tweets von Userinnen, die besagten, dass eine gute Figur ja wohl das letzte sein sollte, um das Schwangere sich sorgen müssten. Vielmehr sollten sie die besondere Zeit einfach genießen.

Kim Kardashian betont den praktischen Nutzen

Die Aufregung um die stützenden Unterhosen, Bodys, Leggings und Still-BHs aus einem Nylon-Spandex-Mix konnten aber längst nicht alle verstehen. Kim Kardashian selbst betonte in mehreren Tweets, Sinn der Shapewear sei nicht, die Schwangeren schlanker aussehen zu lassen.

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Die Unterwäsche solle ihnen vielmehr dabei helfen, das ganze zusätzliche Gewicht herumzutragen, das sich Menschen, die nicht selbst schon einmal schwanger waren, wohl gar nicht vorstellen könnten. Die Leggings zum Beispiel würden auch gegen die Schmerzen helfen, die Schwangere zum Beispiel durch geschwollene Beine hätten, schrieb die vierfache Mutter, die zwei ihrer Kinder selbst zur Welt gebracht hat.

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Chrissy Teigen sprang der Unternehmerin zur Seite

Rückendeckung bekam Kim Kardashian auch vom Model Chrissy Teigen, dass gerade sein drittes Kind erwartet und ebenfalls betonte, es ginge bei den Wäschestücken nicht allein ums Aussehen. "Wir wollen uns einfach wohlfühlen in einer Zeit, die sowieso schon herausfordernd ist", sagte die Schwangere auf ihrem Instagram-Account.

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Mit dieser Meinung dürfte sie vielen (Ex-) Schwangeren aus der Seele gesprochen haben, die in einer Situation, die neben dem Körper das gesamte Leben verändert, einfach das tun, was ihnen guttut und im besten Falle auch gefällt.

VIDEO: Kim Kardashian arbeitet an eigener Hautpflege