Stiftung Warentest untersucht Spielzeug: Welche Kuscheltiere man Kindern bedenkenlos schenken kann

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

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Little girl with a toy bunny rabbit in a sunny bedroom
Welches Kleinkind liebt Kuscheltiere nicht? Das Angebot ist riesig, doch nicht alle sind kindersicher. Im Test von Stiftung Warentest fiel die Hälfte durch (Symbolbild: Getty Images)

Plüschtiere gehören zu den Klassikern unter den Weihnachtsgeschenken für die Kleinsten, denn welches Kind kuschelt sich nicht an ein niedliches Stoffhäschen oder die Lieblings-Disneyfigur? Umso enttäuschender fällt das Urteil von Stiftung Warentest aus, die 22 Kuscheltiere auf (Plüsch-)Herz und Nieren prüften – und danach nur die Hälfte bedenkenlos empfehlen kann.

Elf davon schneiden lediglich ausreichend oder mangelhaft ab. Die Mängel reichen von zu leichter Entflammbarkeit bis hin zu gesundheitsschädlichen Flammschutzmitteln in Einzelteilen, von verschluckbaren Kleinteilen bis hin zu Erstickungsgefahr bei der Verpackung.

Die gute Nachricht: Es gibt immer noch genug Kuscheltiere, mit denen Eltern ihre Kinder unbesorgt spielen lassen können. Und das in allen Preiskategorien: Die Testsieger kosten zwischen 4,70 Euro und 39,00 Euro und haben alle mechanischen, physikalischen und chemischen Prüfungen bestanden. Hier eine Auswahl unserer Favoriten.

Ohne Bedenken verschenken: Diese Kuscheltiere sind kindersicher

Drei der getesteten Plüschtiere schnitten sogar mit der Note sehr gut ab – darunter die zwei günstigsten im Test. Der Pusblu Dino von dm und der Babydream Hund von Rossmann kosten beide nicht mehr als sechs Euro und verzeichneten im Test keinen einzigen Kritikpunkt: Beide Produkte erhielten eine glatte Eins.

Dicht dahinter ist eine ganze Reihe an Kuscheltieren, die weder Schadstoffe noch bemerkenswerte Gefahren mit sich brachten und zwischen sehr gut und gut bewertet wurden. Für jeden Kinder-Geschmack und Eltern-Geldbeutel ist was dabei.

Warum die anderen Elf durchfielen

Ein weiterer Lichtblick: Auch bei den schlechter bewerteten wurde das krebserregende Schadstoff Chrysen konnte Stiftung Warentest in keinem der getesteten Kuscheltiere feststellen. Vor fünf Jahren war noch knapp die Hälfte der Plüschtiere mit der Chemikalie belastet.

Dafür haperte es an anderen Stellen. Stiftung Warentest ging durchaus streng bei ihrer Prüfung vor – was der Organisation zufolge jedoch notwendig ist. Bei kleinen Kindern müssen Kuscheltiere schließlich meist mehr aushalten als Schmusen und Tragen – sie müssen Zerren und Zähne ebenso aushalten wie auf jeglichem Gelände an einem Ohr oder Arm herumgeschleift zu werden. Dies musste in skurrilen Tests mit Schraubstöcken und Feuer nachgestellt werden.

Stiftung Warentest ging nicht gerade zimperlich mit ihren Testobjekten um (Bild: Stiftung Warentest)
Stiftung Warentest ging nicht gerade zimperlich mit ihren Testobjekten um (Bild: Stiftung Warentest)

Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass die Siamkatze von Teddy Hermann zu schnell brannte und die elastische Leine des Jack-Russel-Terrier von Kösen ist länger als 30 Zentimeter, was als Obergrenze festgelegt wurde, um zu verhindern, dass Kinder sich den Gegenstand um den Hals legen könnten und Erstickungsgefahr droht. Sowohl auf Leine als auch auf Ohren wurden außerdem Schadstoffe nachgewiesen.

Verschluckbare Kleinteile wurden bei zwei Plüschtieren festgestellt: Das Beanie Baby Peppa Pig von Ty und beim Flippables Einhorn Diamond. Letzteres kommt zwar mit einem Warnhinweis, für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet zu sein. Stiftung Warentest war jedoch der Ansicht, dass das knuffige und simple Design des Pailetten-bedeckten Tieres besonders ansprechend auf die ganz Kleinen wirke und führte den Kleinteil-Test daher dennoch durch.

Viele Hersteller wie Ty, Kösen, Sterntaler und Teddy Hermann bieten aufgrund des Testergebnisses auf Wunsch übrigens Erstattung, Umtausch oder Ersatz an. Disney ordnete für ihre Puppe von Elsa aus “Die Eiskönigin 2” sogar einen Rückruf an.

Informationen zu den angebotenen Entschädigungen der Hersteller sowie alle Ergebnisse des Tests gibt es auf der Seite von Stiftung Warentest (kostenpflichtig).

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