Studie zeigt: Diese Faktoren können Männer 22 Jahre ihres Lebens kosten

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Zum Glück lässt sich die individuelle Lebenserwartung noch nicht vorhersagen. Bekannter ist, was wertvolle Lebenszeit kosten kann. Einer Studie zufolge sind vor allem Männer einer bestimmten Gruppe gefährdet.

Viele Studien legen nahe: Stress verkürzt die Lebenserwartung. (Bild: Getty Images)
Viele Studien legen nahe: Stress verkürzt die Lebenserwartung. (Bild: Getty Images)

So viel ist bekannt: Wer Sport treibt, sich ausgewogen ernährt und Risikofaktoren wie Alkohol, Stress und Co. meidet, hat eine gute Chance, bis ins hohe Alter zumindest einigermaßen gesund zu bleiben. Das zeigen Studien, die uns seit einigen Jahrzehnten eine wachsende Lebenserwartung attestieren und vor allem lebensstilbezogene Risikofaktoren fokussierten.

Davon ausgenommen sind allerdings die Voraussetzungen, die wir bereits mitbringen oder wenig beeinflussen können - in Form von psychosozialen, ökonomischen und genetischen Faktoren, auch Biomarkern genannt.

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Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DFKZ) in Heidelberg ist den Faktoren für einen vorzeitigen Tod nachgegangen und hat ein Programm erstellt, das die Lebenserwartung präziser voraussagt als es bisher möglich war. Dafür wurden 25.000 männliche und weibliche Teilnehmer im mittleren bis höheren Alter über einen Zeitraum von 18 Jahren beobachtet.

Welche Faktoren beeinflussen die Lebenserwartung?

Der Langzeitstudie zufolge führt eine Kombination aus ungesundem Lebensstil und ungünstigen Blutwerten bei Männern zu einer 22,7 Jahre geringeren Lebenserwartung, während bei den Frauen (gegenüber der Vergleichsgruppe mit den günstigsten Werten) die Lebenserwartung um 14 Jahre sank. Folgende Biomarker, die das biologische Alter negativ beeinflussen, wurden in der Studie identifiziert:

  • GDF-15, das oxidativen Stress, Entzündungen und eine mögliche Mitochondrien-Fehlfunktion anzeigt

  • NT-proBNP als Marker für Herzschäden

  • HbA1C, das in der Diabetesdiagnostik bekannt und ein Marker für stoffwechselbedingt ungesundes Altern ist

  • CRP als Marker für systemische chronische Entzündungen

  • Cystatin-C als Marker für mögliche Mängel in der Nierenfunktion

Welche Konsequenzen können aus der Studie gezogen werden?

Zum einen dienen derlei Auflistungen natürlich dazu, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, die dazu beitragen könnten, die Lebenserwartung zu verlängern. Noch wirksamer könnte der pädagogische Effekt sein, den Mediziner erzielen können, um Patienten zu einem gesünderen Leben zu motivieren. Eine genaue Voraussage der individuellen Lebenserwartung lässt sich auch mit der Studie des DFKZ nicht treffen. Ein Ansporn für ein möglichst gesundes Leben ist sie jedoch allemal.

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