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The Social Pulse: Marmelade von 1996 probieren – eine gute Idee?

1996 wurde in Deutschland noch mit der D-Mark bezahlt, Helmut Kohl war Bundeskanzler und Klon-Schaf Dolly machte weltweit Schlagzeilen. Kurzum: 1996 ist lange her. Nun die Frage: Würden Sie etwas essen, das in diesem Jahr gekocht wurde?

Marmelade
Selbstgemachte Marmelade von Oma – wie lange ist sie eigentlich genießbar?

Guten Weinen sagt man nach, dass sie erst nach Jahren der Lagerung ihren vollen Geschmack entfalten. Aber gilt das auch für andere Lebensmittel? Content Creatorin "hrhgeorgiana" hat auf Instagram ein Video veröffentlicht, in dem sie eine Marmelade probiert, die ihre Großmutter 1996 eingekocht hat. Die Marmelade ist also fast so alt wie Georgiana selbst.

"Man lebt nur einmal und ich bin neugierig"

Nach einem kurzen Kampf mit dem gut verschlossenen Glas löffelt Georgiana mutig das "Apfelgelee mit Calvados" ihrer Oma. Jeder in ihrer Familie habe sie davor gewarnt, es zu versuchen, erzählt sie im Video. "Aber man lebt nur einmal und ich bin neugierig", fügt sie entschlossen hinzu. Ihr Fazit: "Es schmeckt! Es schmeckt nach Apfelgelee!" Auch ihr Bruder und ihr Cousin probieren den Inhalt des Glases und stimmen Georgiana zu: "Oh, richtig lecker!". Am Ende des Videos bestätigt Georgiana, dass ihr und ihren beiden Verwandten der Genuss des Gelees nicht geschadet hat: "Es ist jetzt drei Tage her, dass wir das Gelee probiert haben und wir leben noch."

Konfitüren, Gelees und Marmelade: Wie lange sind sie haltbar?

Im Handel erhältliche Konfitüren, Marmeladen und andere Fruchtaufstriche sind nach Angaben der Verbraucherzentrale ungeöffnet bis zu zwei Jahre haltbar. Nach dem Öffnen sind die Produkte in der Regel noch mehrere Monate genießbar. Um Verunreinigungen zu vermeiden, sollten die Aufstriche immer mit einem sauberen Löffel oder Messer entnommen werden. Auch für selbst eingekochte Aufstriche gilt die Faustregel: Sie sind in der Regel zwei Jahre haltbar. Danach verlieren sie meist an Geschmack oder verderben.

Wichtig: Kaltgerührte Konfitüren aus eigener Herstellung sind laut Verbraucherzentrale meist nur etwa zwei Wochen haltbar und müssen unbedingt gekühlt werden.

Lagerung, Zuckeranteil und Hygiene

Die Lagerung, der Zuckergehalt und die Hygiene beim Einkochen sind entscheidend für die Haltbarkeit von Fruchtaufstrichen. Man lagert sie am besten dunkel und kühl. Bei heller Lagerung verändert sich oft die Farbe: Der Inhalt wird bräunlich und der Aufstrich sieht nicht mehr so appetitlich aus wie am Anfang. Der Geschmack ändert sich dadurch jedoch nicht. Auch durch Licht verfärbte Marmeladen, Gelees und Konfitüren sind genießbar.

Je mehr Zucker ein Fruchtaufstrich enthält, desto länger ist er haltbar. Zucker wirkt konservierend, weil er das frei verfügbare Wasser in Lebensmitteln bindet und dadurch das Wachstum von Mikroorganismen wie Schimmelpilzen und Hefen verlangsamt oder verhindert.

Beim Einkochen von Fruchtaufstrichen sollte man auf eine gute Desinfektion der Gläser achten. Durch die Desinfektion der Gläser werden potenziell schädliche Bakterien oder andere Krankheitserreger abgetötet. Zur Desinfektion der Gläser stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, etwa das Eintauchen der Gläser in kochendes Wasser, Sterilisieren im Backofen oder die Verwendung spezieller Desinfektionsmittel.

Marmelade, Konfitüre, Fruchtaufstrich, Gelee und Chutney: Das sind die Unterschiede

  • Marmelade: Zubereitung aus Zuckerarten, Zitrusfrucht-Erzeugnissen (zum Beispiel Fruchtmark, Saft, Schale) und Wasser.

  • Konfitüre: Zubereitung aus Zuckerarten, einer oder mehrerer Fruchtarten und Wasser. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Konfitüre häufig fälschlicherweise als Marmelade bezeichnet.

  • Gelee: Zubereitung aus Zuckerarten sowie Saft oder wässrigen Auszügen einer oder mehrerer Fruchtarten. In Gelee sind keine Fruchtstücke enthalten.

  • Chutney: Zubereitung aus zerkleinerten Früchten mit Gewürzen, Zucker und Essig.

Im Video: Fleisch, Marmelade, Sonnencreme so lange sind angebrochene Produkte haltbar