Tschüss, Kratz-Sweater: So werden Strickpullover kuschelig weich

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Das Problem bei dicken Strickpullovern: Sie sehen meist nur kuschelig weich aus. Innen sind sie oft kratzig und unbequem – es sei denn, man befolgt folgende Tricks vom Strick-Experten.

Lieblingslooks kreieren wir jetzt mit kuschelweichen Wollpullovern - Ann-Kathrin Goetze trägt dazu noch einen schwarzen Blazer. (Bild: Getty Images)

Komisch, auf dem Foto sah der Pulli doch so soft und bequem aus – warum fühlt er sich nur so kratzig, hart und unbequem an? Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man hat sich von vornherein für das falsche Material entschieden – oder aber nach dem Kauf die Pflegeanleitungen nicht ausreichend beachtet.

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Auf die inneren Werte kommt es an

Schon beim Kauf kann man sich für weiche Fasern entscheiden, die man aber nur durch einen genauen Blick aufs Etikett erkennt: Natürliche Baumwolle, Kaschmir und Wolle sind hochwertiger und länger weich als Mix-Materialien mit Nylon und Acryl.

100 Prozent Wolle ist 100 Prozent weich – wenn man sie richtig pflegt

Generell gilt, immer die Regeln auf dem Waschzettel zu befolgen, die auf die optimale Pflege und Reinigung des Materials ausgerichtet sind. Wenn der Pullover durch falsche Wäsche, minderwertiges Material oder auch starke Beanspruchung kratzig geworden ist, kann eine Kur – ähnlich wie eine Haarkur – helfen, um die Faserstrukturen wieder weich und nachgiebig zu machen.

Du kannst deinen Pullover in Wasser mit Conditioner einweichen – das macht die Fasern geschmeidiger. (Bild: Getty Images)

Experten empfehlen, den sauberen Strick etwa 20 Minuten lang in einer Mischung aus farblosem Essig und Wasser einzuweichen, bevor er liegend getrocknet wird. Auch eine (ja, wirklich!) Haarspülung kann helfen: Wird der Pullover in Conditioner eingeweicht und mit kaltem Wasser ausgespült, hat die Spülung dieselbe Wirkung wie beim Haar - es hinterlässt das Material weich und seidig.

Wer nicht vor Hauruck-Aktionen zurückscheut, kann seinen Strickpullover auch einfrieren: Eine Nacht im Tiefkühlfach befestigt die Fasern an Ort und Stelle, so dass sie sich auch nach dem Wiederauftauen nicht mehr so einfach lösen und anfangen zu kratzen.

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Extratipp für Strick-Verliebte: Sieht der Sweater abgenutzt aus, kann ein Fusselrasierer helfen, der Pilling und kleine Knötchen, die den Kratzeffekt verstärken, batteriebetrieben entfernt. So wird jeder Strick im Handumdrehen wieder kuschelig weich.

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