Vorsicht, bitte nicht in die Spülmaschine räumen!

·Freie Journalistin
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Eine Spülmaschine ist eine feine Sache. Im Handumdrehen erledigt sie, wofür man sonst selbst Hand anlegen, kräftig schrubben und in schlierigem Spülwasser herumhantieren müsste. Abtrocknen fällt auch aus – ein Traum! Und doch gibt es leider Dinge, bei denen eine Handwäsche die einzig vernünftige Idee ist.

Spülmaschine machen das Leben leichter - manche Dinge müssen aber weiterhin von Hand gespült werden (Symbolbild: Getty Images)
Spülmaschine machen das Leben leichter - manche Dinge müssen aber weiterhin von Hand gespült werden (Symbolbild: Getty Images)

Was scharf ist, bleibt draußen

Gute Messer erleichtern die Küchenarbeit ungemein und nichts ist nerviger, als eine reife Tomate mit einer stumpfen Klinge eher auseinanderzuquetschen, als zu schneiden. Damit Messer und andere Utensilien wie Gemüseschäler scharf bleiben, musst du sie leider von Hand spülen. 

Grund dafür ist die Mischung aus Spülmaschinensalz und Spülmittel in der Spülmaschine, die scharfe Kanten aufraut und stumpf werden lässt.

Beschichtungen sind zu empfindlich für die Maschine

Mit beschichteten Pfannen und Töpfen ist nicht nur das Essen besser vor dem Anbrennen geschützt, sondern auch du vor der Gefahr, nach dem Kochen einen Spülmarathon starten zu müssen. Der Zweiklang aus Hitze und Spülmittel in der Spülmaschine sorgt aber dafür, dass die Anti-Haft-Beschichtung angegriffen und dünner wird. 

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Außerdem kann es passieren, dass kleine Mengen des Spülmittels am Kochgeschirr haften bleiben. Wird dieses dann benutzt und erhitzt, können krebserregende Stoffe freigesetzt werden und auf die Lebensmittel übergehen.

Isoliertes Geschirr muss per Hand gewaschen werden

Bei isolierten Kaffeebechern oder Thermoskannen ist es nicht die Beschichtung, die in der Spülmaschine leidet, sondern vielmehr die Gummidichtungen, die porös und durchlässig werden können. Ist das passiert, gibt es kein Vakuum mehr, mit dem der Inhalt der Behälter vor dem Auskühlen geschützt werden könnte.

Holz

Schneidebretter, Salatbesteck oder Kochlöffel aus Holz sind eine schöne und umweltfreundliche Alternative zu Kunststoffprodukten. 

Anders als diese solltest du sie aber nicht in die Spülmaschine packen. Holz quillt auf, wenn es längere Zeit mit Wasser in Berührung kommt, es entstehen Riss und das Naturprodukt wird spröde.

Koffein ja, Spülmaschine nein

Espressokannen gibt es in unterschiedlichen Größen, du brauchst keine sperrige Maschine in deiner Küche und unnötiger Abfall wie beim Gebrauch von Kaffeekapseln fällt auch weg. 

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Einige wenige Exemplare sind spülmaschinenfest, die üblichen Modelle aus Aluminium aber nicht. Was vorher schön glänzt, oxidiert dann, wird stumpf und dunkel und wirkt alles andere als appetitlich.

Nicht alle Gläser können in die Spülmaschine

Wie Espressokannen können auch Kristallgläser in der Spülmaschine stumpf und trüb werden. Wer denkt, bei Milchglas sei das kein Problem, irrt ebenfalls. Die gewünschte Trübung kann vom Gilb befallen und ebenfalls unschön verändert aus der Maschine kommen.

Metalle reagieren unterschiedlich auf maschinelle Spülung

Echtes Silberbesteck, geerbt oder gekauft, ist etwas Feines, das zu schade ist, um es nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch zu legen. In der Spülmaschine gespült verfärbt es sich mit der Zeit und kann irgendwann fast schwarz werden. 

Verloren ist es dann zwar nicht, muss aber poliert werden. Auch Töpfe, Pfannen oder andere Utensilien aus Bronze, Messing, Zinn oder Kupfer bleiben deutlich schöner, wenn du sie schonend per Hand sauber machst.

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