Warum wir nicht mit dem Handy in der Hand joggen sollten

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Wie weit bin ich schon gelaufen? Wie bald muss ich nach Hause, damit der angekündigte Regen mich nicht erwischt? Und habe ich nicht noch einen Song mit schnellerem Beat in meiner Musik-Sammlung? Ja, selbst beim Joggen fällt für viele der Blick immer wieder aufs Smartphone. Doch sollten wir das Handy danach immer wieder in der Tasche verstauen, denn in der Hand wird es hierbei zum Gesundheitsrisiko.

Beim Joggen etwas in der Hand zu haben ist ungesünder, als vielen bewusst ist (Symbolbild: Getty Images)

Kann sich noch jemand an die Zeiten erinnern, in denen wir das Handy nur zum Telefonieren oder SMS-Austausch verwendet haben? In der Ära der Smartphones ist das mobile Gerät dank seiner vielen Funktionen ständig in Betrieb, sei es in Bus und Bahn, beim Ausflug ins Grüne oder auch beim Joggen. Schließlich hören viele Sportler beim Laufen gerne Musik oder lassen sich auf einer neuen Route von ihrem Handy navigieren, und nicht zu vergessen außerdem die zahlreichen Jogging-Apps, die heutzutage verfügbar sind.

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Kein Wunder also, dass wir viele Jogger mit Handy in der Hand laufen sehen, doch Experten ist das ein Dorn im Auge. Denn indem wir unsere Arme und Schultern auf diese subtile Weise einseitig belasten, entsteht ein Ungleichgewicht im Körper, das auf Dauer Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Selbst eine geringfügige einseitige Belastung wirkt sich auf den Körper aus

“Wenn wir etwas in unserer Hand halten, löst das eine Kettenreaktion auf unsere Haltung aus, die sich auch in der Gangart bemerkbar macht. Das schafft muskuläre Dysbalancen, beeinflusst die Gewichtsverteilung am ganzen Körper und macht einen ganz allgemein zu einem schlechteren Läufer”, erklärt Lauftrainerin Alexa Duckworth-Briggs der Zeitschrift “Cosmopolitan”.

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Hinzu kommt, dass wir Gegenstände in der Regel aus Gewohnheit in der gleichen Hand tragen. “Dies passiert also womöglich bei jedem Training, Woche für Woche, Monat für Monat”, sagt Duckworth-Briggs. “All das bedeutet, dass man anfälliger für Verspannungen und Muskelverhärtungen ist, vor allem in Beinen, Hüften und Schultern.”

Viel gesünder ist die Variante mit Handy am Arm leider auch nicht (Symbolbild: Getty Images)

Je größer und schwerer Handys werden, desto mehr verstärkt sich ein solcher Effekt, der natürlich auch von anderen Gegenständen wie schweren Wasserflaschen ausgelöst werden kann. Sich das Smartphone mit einem Riemen am Arm zu befestigen, wie viele Läufer es tun, mache die Sache der Expertin zufolge indes nicht besser, denn die einseitige Belastung bleibe bestehen.

Besser sei es, sein Handy und andere schwere Gegenstände in einer Bauchtasche zu verstauen, die in der Körpermitte hängt.

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