Was macht besser sauber – kaltes oder warmes Wasser?

·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Die meisten von uns machen das Wasser beim Putzen extra warm, damit auch die gröbsten Flecken rausgehen. Denn mit kaltem Wasser können doch Fensterscheiben oder Fliesen sicher nicht sauber werden, oder doch?

Sollte das Putzwasser lieber kalt oder warm sein? (Symbolbild: Getty Images)
Sollte das Putzwasser lieber kalt oder warm sein? (Symbolbild: Getty Images)

Ein Eimer heißes Wasser, etwas Allzweckreiniger und schon schrubben wir los! Doch müssen Reinigungsmittel wirklich in heißem Wasser aufgelöst werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten? Genau das Gegenteil ist der Fall: Denn bei den meisten Putzmitteln kann sich die Wärme negativ auf das Putzergebnis auswirken und unschöne Streifen hinterlassen. Denn tatsächlich sind die meisten Allzweckreiniger sogenannte Kaltwasserreiniger. Der Grund: Sie enthalten Alkohol, der unter Wärmeeinfluss schneller verfliegt.

Doch Achtung, es gibt solche und solche Reiniger. Du kannst dir aber eines schon mal merken: Wenn warmes Wasser nicht ausdrücklich auf der Verpackung empfohlen wird, lässt sich der Reiniger auch mit kaltem Wasser verwenden. 

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Laut dem europäischen Verbraucherportal der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie heißt es: "Für die meisten Allzweckreiniger genügt kaltes Wasser, um eine gute Reinigungsleistung zu erzielen." Und diesen Tipp solltest du auch beherzigen, schließlich ist Putzen mit kaltem Wasser um einiges umweltschonender und energiesparender. Bei den meisten Universalreinigern bist du mit kaltem Wasser allerdings an der falschen Adresse. Denn sie benötigen warmes Wasser zum Reinigen. 

Vorsicht bei Sanitärreinigern und Desinfektionsmitteln

Warmes Wasser kann sich bei der Verwendung mit Sanitärreinigern wie beispielsweise Rohreinigern fatal auswirken. Denn sie entwickeln darin unangenehme und sogar giftige Dämpfe. Deshalb solltest du in diesem Fall immer zu kaltem Wasser greifen. Auch im Falle von Desinfektionsmitteln ist warmes Wasser tabu. Denn dort aufgelöst verlieren die Mittel sonst ihre Wirkung. 

Fensterputzen immer kalt

Auch beim Fensterputzen ist kaltes Wasser die bessere Wahl. Der Grund ist eigentlich relativ logisch: Warmes Wasser trocknet schneller und hinterlässt leider unschöne Streifen, weil du mit dem Wischen nicht hinterherkommst. Verwendest du allerdings kaltes Wasser, braucht dieses länger zum Trocknen und du hast mehr Zeit, das Wasser und die Streifen von den Scheiben zu entfernen. Auch immer ein guter Tipp: Mit Zeitungspapier oder Fensterleder trockenpolieren!

Dunstabzugshaube mit kaltem oder warmes Wasser? Weder noch

Einzig bei der Dunstabzugshaube wirst du mit Fettspritzern weder mit kaltem noch mit warmen Wasser fertig. Hier solltest du tatsächlich zu einem Mikrofasertuch und Sonnenblumenöl greifen! Dann so lange damit über die verdreckte Fläche reiben, bis sich der Schmutz auflöst. Das Öl zum Schluss mit etwas Spüllauge und einem feuchten Lappen abwischen.

Wie sieht es eigentlich mit dem Abwasch aus?

Einzig beim Spülen solltest du warmes beziehungsweise heißes Wasser bevorzugen. Denn in Verbindung mit dem Spülmittel lösen sich Fett, Öl und andere Ablagerungen besser ab. Hitze hilft außerdem dabei, Keime und Bakterien abzutöten. Hersteller empfehlen deshalb Wassertemperaturen von rund 45 Grad Celsius.

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