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Was steckt hinter dem TikTok-Trend "Candyshop"?

Exotische Süßigkeiten sind besonders begehrt

Ausgefallene und exotische Süßigkeiten, die es in Deutschland nicht zu kaufen gibt, sind beim
Ausgefallene und exotische Süßigkeiten, die es in Deutschland nicht zu kaufen gibt, sind beim "Candyshop"-Trend auf TikTok besonders begehrt. (Symbolbild: Getty Images)

Dass Kinder ihr Taschengeld gerne in Süßigkeiten umsetzen, ist den meisten von uns sicher aus der eigenen Kindheit und Jugend noch in Erinnerung: saure Schlangen, Cola-Kracher, Brause oder Kaugummi – die "bunte Tüte" am Kiosk des Vertrauens zu holen und sie dann genüsslich mit den Freund*innen zu verspeisen, gehört früher wie heute einfach dazu.

Doch derzeit macht auf TikTok ein Trend die Runde, der dieses Kindheitsritual auf ein neues Level hebt – klar, denn in den Sozialen Medien geht es oft um "höher, schneller, weiter" und so wird das sogenannte "Candyshop"-Phänomen mit Superlativen auf die Spitze getrieben.

Worum es bei diesem TikTok-Hype geht: Jugendliche geben ihr ganzes Taschengeld für exotische Süßigkeiten aus, die sie im Internet, vorwiegend in Onlineshops aus Asien oder den USA, bestellen und die es hierzulande nicht zu kaufen gibt – nicht selten in großen Mengen und für über 200 Euro, wie dieses Video demonstriert:

Nicht nur das Packen von Bestellungen, sondern auch das Unboxing, also das Auspacken der Ware, wird als Clip im Netz gepostet und soll dann möglichst viele Klicks generieren. Wird das Video dann vom "Candyshop" gerepostet, ist der Social-Media-Ruhm perfekt und die Teenager mächtig stolz.

Süßigkeiten für mehrere hundert Euro

Die heiße Ware aus Übersee hat ihren Preis, und so geben einige Jugendliche teils mehrere hundert Euro für diesen fragwürdigen TikTok-Trend aus. Aber auch deutsche Onlineshops sind auf den "Candyshop"-Zug aufgesprungen und bieten ausgefallene Süßigkeiten an: Auf dem Account von Linis Candy ist beispielsweise zu sehen, wie Bestellungen mit exotischen Produkten aussehen können.

In diesem Video, das bereit knapp 2 Millionen Views gesammelt hat, wird gezeigt, was man alles für eine Million Euro bekommen kann – oder zumindest einen Teil davon, denn diese Menge an Süßkram würde den Rahmen sprengen:

Fakt ist jedoch: Die Onlineshops langen bei den Preisen ganz schön zu und müssen sich kritische Stimmen dazu immer wieder in den Kommentarspalten gefallen lassen. "Sieht so wenig aus für den Preis" oder "Kann ich mir leider erstmal nicht leisten", zeigen sich einige User*innen enttäuscht.

Doch wie es bei vielen Trends passiert: Es dauert nicht lange und auch der Einzelhandel möchte ein Stück vom Kuchen abhaben, sodass es zahlreiche Produkte inzwischen auch schon bei Amazon oder in ausgewählten Supermärkten zu kaufen gibt – dort auch zu moderateren Preisen.