Wetter im Mai: So viel Wahrheit steckt in den bekanntesten Bauernregeln

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Das wechselhafte Wetter beäugen nicht nur Landwirte mit Sorge, sondern auch Gartenbesitzer. Um das Risiko einer miserablen Ernte zu minimieren, sollte man mit einer Sache auf jeden Fall noch warten – und die eine oder andere Bauernregel beherzigen.

Im Frühling haben Hobbygärtner viel zu tun. (Bild: Getty Images)
Im Frühling haben Hobbygärtner viel zu tun. (Bild: Getty Images)

Für jeden Monat gibt es mehrere Bauernregeln, die sich über die Jahrhunderte bewährt haben und einen erfahrungsgemäßen Blick in die Zukunft zulassen. Anfang Mai, wo es oft schon richtig warme Tage gibt, kann es Hobbygärtnern schon in den beharkten Fingern jucken. Die Versuchung, schon mit dem Pflanzen loszulegen, ist groß. Dabei ist jetzt noch Vorsicht geboten.

Die Eisheiligen können mit Nachtfrost zuschlagen

Eine Bauernregel für den Mai lautet nämlich so: ”Pankrazi, Servazi, Bonifazi sind drei frostige Bazi, und am Schluss fehlt nie die kalte Sophie.“ Was sich fast schon niedlich anhört, bezeichnet die sogenannten Eisheiligen als die letzte Kälteperiode, bei der es zu Nachtfrost kommen kann. Die Eisheiligen finden im Zeitraum zwischen dem 11. und 15. Mai statt und heißen Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia von Rom (15. Mai), besser bekannt als ”Kalte Sophie“.

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Ab der zweiten Maihälfte ist Pflanzen sicher

Wird es Mitte Mai nochmal richtig kalt, kann der Frost unter anderem bei Obstbäumen, die bereits Blütenknospen und Triebe angesetzt haben, großen Schaden anrichten und sogar die gesamte Ernte gefährden. Aber auch Pflanzen in unmittelbarer Bodennähe und vor allem solche, die frisch eingesetzt wurden, können durch den Frost kaputt gehen. Obwohl die Eisheiligen nicht in jedem Jahr zuschlagen, solltest du als Hobbygärtner nicht vor Mitte Mai mit dem Pflanzen beginnen, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.

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Kühle und Nässe im Mai versprechen eine gute Ernte

Eine zweite Bauernregel lautet folgendermaßen: “Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun und Fass.“ Oder auch: ”Trockener Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.“ Anders als Menschen, die einfach nur den Sommer mit warmen Tagen herbeisehnen, freuen sich vor allem Landwirte über kühles Wetter mit viel Regen. Regnet es im Mai und gerne auch noch im Juni über Stunden und auch Tage hinweg, bereitet das den perfekten Nährboden für eine reichliche Ernte. Im Juli und August sollte es dann aber deutlich trockener sein.

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