Wissens-Adventskalender: Türchen 3 – Warum wir Weihnachten wirklich lieben

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Schon gewusst, dass unser Gehirn eine Feiertags-Funktion hat? Unser Adventskalender versorgt dich täglich mit spannenden und kuriosen Fakten rund um die Weihnachtszeit, die dich schlauer machen – und unterhaltsamen Gesprächsstoff für die Feiertage liefern!

Nicht nur für Kinder gehört die Weihnachtszeit zur schönsten des Jahres. (Bild: Getty Images)

Wenn der Adventskranz leuchtet, in der Küche verführerisch die Plätzchen duften und endlich wieder "Last Christmas" im Radio auf Dauerschleife läuft, ist Weihnachten nicht mehr weit. Und trotz Geschenkestress und Menüplanung sind die Weihnachtstage für viele Familien die schönste Zeit im Jahr. Woran liegt das eigentlich? Wissenschaftler haben sich immer wieder mit dieser Frage auseinandergesetzt und einige interessante Fakten herausgefunden.

Unser Gehirn hat eine "Feiertags-Funktion"

Hört sich komisch an, wurde aber in einer Mini-Studie 2015 in Dänemark herausgefunden. Wissenschaftler untersuchten zwei verschiedene Gruppen: Weihnachtsverweigerer und Weihnachtsliebhaber. Den Probanden wurden im Versuch weihnachtliche und unweihnachtliche Bilder gezeigt. Währenddessen überwachten die Forscher die Gehirnaktivitäten der beiden Gruppen. Das Ergebnis: Die Gehirne der Weihnachtsfans hatten in bestimmten Bereichen mehr Aktivität. Einen davon identifizierten die Wissenschaftler als "Feiertags Zentrum", das Weihnachten mit schönen Erinnerungen und spirituellen Traditionen verbindet.

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Weihnachtsdeko macht uns glücklich. (Bild: Getty Images)

Wer früh für Weihnachten schmückt, ist glücklicher

In Sachen Weihnachtsdeko gibt es die Minimalisten, die lediglich einen Adventskranz aufstellen und die Dekoliebhaber, die schon am 1. Dezember mit Lichterketten und Co. das Zuhause in ihr persönliches Weihnachts-Wunderland verwandeln. Psychologen haben entdeckt, dass Menschen, die früh für Weihnachten schmücken, insgesamt glücklicher sind. Das liegt zum einen an frohen Kindheitserinnerungen, die durch die alljährliche Deko wieder aufleben. Zum anderen können wir uns durch die Nostalgie rund um Weihnachten besser mit der eigenen Persönlichkeit identifizieren, meinen die Psychologen. Und nicht zuletzt werden Menschen mit einem weihnachtlich geschmückten Zuhause von außen als fröhliche, nette Menschen wahrgenommen. Das fand eine Studie des "Journal of Environmental Psychology" heraus.

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Weihnachtslieder am besten laut mitsingen

Egal ob "Last Christmas", "Coming home for Christmas" oder "Jingle Bells" – Weihnachtslieder dudeln meist schon Ende November im Radio und in den Geschäften rauf und runter. Klar, irgendwann kommt bei vielen der Punkt, wo man sie nicht mehr hören kann. Doch gerade dann solltet ihr lauthals mitgrölen! "Wir versetzen uns damit schon rein körperlich in einen Zustand, der viel stärker mit positiven als mit negativen Gefühlen und Erinnerungen verbunden ist", erklärt der Musikwissenschaftler Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg gegenüber "Focus Online". Eine offene Mimik und eine gerade Haltung verknüpft das Gehirn als positives Gefühl. Wenn wir dann noch in feuchtfröhlicher Runde auf dem Weihnachtsmarkt singen, werden wir durch das Gemeinschaftsgefühl regelrecht mit Glücksgefühlen geflutet. Übrigens sind es laut einer amerikanischen Studie des Nielsen-Portals vor allem Millennials, die Weihnachtslieder lieben. Dann jetzt mal alle: "Laaast Christmas, I gave you my heart…"

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