Wissenschaftlich erwiesen: Diese Pose macht sexy

Viele Frauen machen diese Pose ganz automatisch, sobald eine Kamera auf sie gerichtet ist: Das Gewicht wird auf eine Seite gelagert, ein Bein wird angewinkelt und die Hüfte leicht zur Seite geneigt. Und nun ist auch wissenschaftlich erwiesen, warum diese Pose besonders attraktiv wirkt.

Ist doch klar, die Kardashians beherrschen die "perfekte" Pose: Gewicht auf eine Seite, Bein leicht angewinkelt und Hüfte raus (Bild: Getty Images)

Ein Team an Psychologen der Universitäten von British Columbia und Minho hat sich damit auseinandergesetzt, wie die “kognitiven Mechanismen auf körperliche Formen reagieren” und sich dabei insbesondere auf die in Fachkreisen als “Contrapposto” bekannte Pose konzentriert.

Schönheitschirurg ist sich sicher: Bella Hadid ist die schönste Frau der Welt

Tatsächlich ist die Pose nicht nur ästhetisch vorteilhaft, sondern auch psychologisch. Den Wissenschaftlern zufolge ergibt verstärkt sie die Wahrnehmung eines perfekten Taille-Hüft-Verhältnis und deutet bei Frauen die Sanduhr-Figur an, die ganz besonders mit viel Weiblichkeit und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wird.

Mithilfe von 3D-Modellen und Gehirnscans fand das Forscher-Team heraus, dass sowohl die Haltung einer Frau als auch der Winkel, in dem sie zum Betrachter steht, ihr Taille-Hüft-Verhältnis beeinflusst. Je geringer das war, desto eher wurden die Teile im Gehirn angesprochen, die für die Empfindung von Attraktivität zuständig sind, was erklären könnte, weshalb gerade diese Pose so beliebt ist.

Die “Contrapposto”-Pose ist altbekannt

Die ist übrigens nicht erst seit dem Advent von Foto-Models und Instagram-Influencern beliebt. Schon Michelangelos meißelte seinen David in Kontrapost, also mit angewinkeltem Bein und geneigter Hüfte. Und auch Botticellis Venus deutet diese Pose an. Viele Models, Tänzer, Influencer und auch viele andere nehmen sie ganz instinktiv ein, wenn sie für ein Foto posieren.

Oh là là, Captain Marvel! Brie Larson im Wow-Outfit

"Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli - einer von vielen Künstlern, die ihre Subjekte ganz intuitiv in dieser Pose darstellten (Bild: Universal History Archive/Getty Images)

Obwohl in der Kunst auch Männer diese Pose einnehmen, reagierten vor allem Männer auf die “Contrapposto”-Pose. Von beiden Geschlechtern wurde sie jedoch als attraktiver eingestuft als eine reguläre, gerade Haltung.