„Bahnbrechende Studie“: Menschen könnten bis zu 150 Jahre alt werden

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Laut einer Studie könnten Menschen bis zu 150 Jahre alt werden.

Ein langes und gesundes Leben könnte zum Greifen nahe sein. (Symbolbild, Getty Images)
Ein langes und gesundes Leben könnte zum Greifen nahe sein. (Symbolbild, Getty Images)

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Deutschland aktuell bei 78,9 Jahren für Männer und 83,6 Jahren für Frauen.

Während der Gedanke, weitere sieben Jahrzehnte zu leben, weit hergeholt klingen mag, glauben Wissenschaftler des Roswell Park Comprehensive Cancer Center in New York, dass Menschen auch noch im Alter von 120 bis 150 Jahren mitten im Leben stehen könnten.

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In der Fachzeitschrift Nature Communications erklären die Wissenschaftler, wie Menschen mit zunehmendem Alter weniger belastbar werden und länger brauchen, um sich von sogenanntem internem Stress zu erholen. Ein vollständiger Verlust der Resilienz, also die Unfähigkeit, sich zu erholen, tritt jedoch normalerweise erst im Alter von über 100 Jahren auf.

Diese „bahnbrechende“ Studie könnte „die Entwicklung von Medikamenten vorantreiben“, die den Alterungsprozess verlangsamen und „das Leben guter Gesundheit verlängern“.

Die Ergebnisse könnten „die Entwicklung von Medikamenten“ vorantreiben, die den Alterungsprozess verlangsamen. (Stockfoto, Getty Images)
Die Ergebnisse könnten „die Entwicklung von Medikamenten“ vorantreiben, die den Alterungsprozess verlangsamen. (Stockfoto, Getty Images)

„Diese Arbeit ist meiner Meinung nach ein konzeptioneller Durchbruch, weil sie die Rollen grundlegender Faktoren für die menschliche Langlebigkeit bestimmt und trennt: die Alterung - definiert als fortschreitender Verlust der Widerstandsfähigkeit - und die altersbedingten Faktoren - als 'Vollstrecker des Todes' nach dem Verlust der Widerstandsfähigkeit“, sagte der Studienautor Professor Andrei Gudkov.

„Das erklärt, warum selbst die effektivste Vorbeugung und Behandlung von altersbedingten Krankheiten nur die durchschnittliche, aber nicht die maximale Lebenserwartung verbessern kann, solange keine echten Anti-Aging-Therapien entwickelt werden.“

Altern ist ein komplexer Prozess

Der Harvard-Professor David Sinclair stimmt zu und fügt hinzu: „Die Untersuchung zeigt, dass die Erholungsrate eine wichtige Signatur des Alterns ist, die die Entwicklung von Medikamenten vorantreiben kann, um den Prozess zu verlangsamen und das Leben bei guter Gesundheit zu verlängern.“

Altern ist ein komplexer Prozess, der bereits unmittelbar nach der Geburt beginnt.

Ungesunde Gewohnheiten – wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und schlechte Ernährung – sind dafür bekannt, dass sie das Leben eines Menschen um Jahre verkürzen, aber die Auswirkungen unserer sogenannten biologischen Uhr waren weniger klar.

In Zusammenarbeit mit dem in Singapur ansässigen Biotech-Unternehmen Gero analysierten die Roswell-Wissenschaftler die Bluttests und das körperliche Aktivitätsniveau einer Gruppe von Freiwilligen im Laufe der Zeit.

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Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gesunde Menschen sehr widerstandsfähig gegenüber den Prozessen sind, die Krankheiten verursachen können. Ein Absinken dieser Resilienz wird dann mit dem Beginn von Krankheit und Tod in Verbindung gebracht.

Es wurde festgestellt, dass diese Widerstandsfähigkeit mit dem Alter auf natürliche Weise abnimmt: Ein 40-Jähriger braucht etwa zwei Wochen, um sich von innerem Stress zu erholen, bei 80-Jährigen sind es dann bereits sechs Wochen.

Fähigkeit, sich zu erholen, geht verloren

Basierend auf mathematischen Modellen geht man davon aus, dass der Mensch im Alter von 120 bis 150 Jahren die Fähigkeit zur Erholung verliert, auch wenn er nicht erkrankt ist.

Die Lebenserwartung eines Menschen kann daher möglicherweise nicht allein durch die Behandlung von Krankheiten verbessert werden, sondern indem man die Ursache für diese abnehmende Belastbarkeit ins Visier nimmt.

„Die Forschung wird helfen, die Grenzen der Langlebigkeit und zukünftige Anti-Aging-Maßnahmen zu verstehen“, sagt Professor Brian Kennedy von der National University Singapore.

„Was noch wichtiger ist: Die Studie kann helfen, die wachsende Kluft zwischen Gesundheit und Lebenserwartung zu überbrücken, die sich in den meisten Entwicklungsländern weiter vergrößert.“

Alexandra Thompson

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