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Better Life: Sind aufgewärmte Kartoffeln gesund?

Sind Kartoffeln vom Vortag gesünder als frisch gekochte? Tatsächlich gibt es gleich mehrere Gründe, warum es schlau ist, die Knollen aufgewärmt zu genießen.

Aufgewärmte Kartoffeln haben positive Effekte auf die Gesundheit.
Aufgewärmte Kartoffeln haben positive Effekte auf die Gesundheit.

Ob als Hauptspeise oder Beilage – Kartoffeln sind hierzulande beliebt. Als Pommes, gebacken, gebraten, gekocht oder als Kartoffelbrei zubereitet – es gibt unzählige Möglichkeiten die tollen Knollen zu verarbeiten.

Neben vielen gesunden Nährstoffen enthalten sie auch Stärke und die ist gleich mehrfach der Grund dafür, warum man Kartoffeln am besten aufgewärmt essen sollte: Sie haben dann weniger Kalorien, einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel und sind gut auf die Darmflora.

Diesen Effekt hat Aufwärmen auf Stärke in Kartoffeln

Denn durch das Aufwärmen wird Stärke unverdaulich. Die Techniker Krankenkasse (TK) erklärt warum das so ist: Ein Teil der Stärke kristallisiert sich durch das Verlagern von Molekülen aus. Dadurch kann sie von den Enzymen im Verdauungstrakt nicht abgebaut werden. Die unverdauliche Stärke – eine Form der sogenannten "resistenten Stärke" – passiert den Dünndarm, ohne dass er sie verwerten kann. Sie wird also zu einer Art Ballaststoff.

Darum ist resistente Stärke gesund

Da die Stärke vom Körper nicht aufgenommen werden kann, enthalten aufgewärmte Kartoffeln also auch weniger Kalorien. Darüber hinaus hält resistente Stärke länger satt, was beim Abnehmen hilfreich sein kann.

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Gesünder ist die resistente Stärke aber auch deshalb, weil sie sich positiv auf die Darmflora auswirkt. "Denn während sie im Dickdarm abgebaut wird, entsteht unter anderem die Fettsäure Butyrat, eine Verbindung der Buttersäure. Sie ist die wichtigste Energiequelle für die Zellen in der Schleimhaut des Dickdarms", so die TK.

Wie gesund sind Kartoffeln? Infos dazu gibt's auch im Video:

Butyrat fördert nicht nur eine gesunde Darmflora, sondern beugt zudem auch Entzündungen vor und sorgt dafür, dass der Blutzucker nicht so stark schwankt.

Lebensmittel, die resistente Stärke enthalten

Resistente Stärke kommt in vielen Lebensmitteln vor. Unterschieden werden drei Arten, wie die AOK erklärt. Physikalisch resistente Stärke steckt in Getreidekörnern, Samen und Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und Linsen. Die zweite Variante sind resistente Stärkekörnchen, die etwa in Bananen, rohen Kartoffeln und Maisstärke zu finden sind. Aber nur retrogradierte Stärke, die durch das Kochen und Abkühlen entsteht, ist für den menschlichen Körper nutzbar und fördert die Gesundheit. Sie ist in Lebensmitteln wie Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot enthalten.

Was man beim Abkühlen und Aufwärmen beachten sollte

Damit retrogradierte Stärke entstehen kann, müssen Kartoffeln und Co. mindestens zwölf Stunden abgekühlt werden. "Wichtig ist dabei, Kartoffeln, Reis und Nudeln nach dem Kochen nicht lange stehenzulassen, sondern sie zügig nach dem Abkühlen in den Kühlschrank zu stellen. Andernfalls können sich Bakterien bilden", rät Öko-Test.

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Auch beim Aufwärmen sollte darauf geachtet werden, dass keine unerwünschten Bakterien auf dem Teller landen. Vom Erwärmen in der Mikrowelle rät das Verbrauchermagazin deshalb ab. Denn um Bakterien vorzubeugen, sollten die Lebensmittel gleichmäßig und mehrere Minuten bei über 70 Grad erhitzt werden.

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