Darum solltest du deinen Kaffee mit Salz statt mit Zucker trinken

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Salz in den Kaffee? Zunächst klingt es nach der klassischen Verwechslung schlaftrunkener Koffein-Junkies, doch tatsächlich ist das nicht nur möglich, sondern sorgt für ein besonderes Geschmackserlebnis.

woman hands pouring sugar to the latte cup in cafe
woman hands pouring sugar to the latte cup in cafe

Jeder Kaffeeliebhaber kennt es: Man wird von dem Duft von frischgebrühtem Kaffee in die Küche gelockt, nimmt den ersten Schluck und muss feststellen, dass er viel zu bitter ist. In so einem Fall war entweder das Wasser beim Aufgießen zu heiß oder es wurde zu viel Pulver verwendet, denn das löst die Bitterstoffe im Kaffee.

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Wer ihn dann nicht neu kochen will, versucht meistens, das Gebräu mit viel Milch und einer Extraportion Zucker genießbar zu machen. Dabei hilft in so einem Fall vielmehr eine Prise Salz. Das Natrium darin neutralisiert nicht nur den bitteren Geschmack, sondern hebt auch das natürliche Aroma des Kaffees hervor.

Der Trick funktioniert nicht nur bei Kaffee

Das ist sogar wissenschaftlich belegt. Der Chemiker Gary Beauchamp hat sich in den 90er Jahren intensiv mit der Geschmackswahrnehmung von bitter, süß und salzig befasst und fand dabei heraus, dass sich bittere und auch andere als unangenehm empfundene Aromen mit Salz viel besser abmildern lassen als mit Zucker. Auch süßer Geschmack würde von Salz unterstrichen, was erklärt, weshalb Gebäck von einer Prise davon meist profitiert und selbst Schokolade oder Karamel mit Salz besonders gut schmeckt.

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Getestet hat Beauchamp seine Hypothese am herben Tonic Water, doch Salz funktioniert auch bei bitterem Kaffee und kann sogar billigen Wein geschmacklich etwas aufwerten. Wichtig ist, es bei einer Prise zu belassen - mit einer zu hohen Dosis schmeckt der Kaffee letztendlich sonst nur noch versalzen.

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