Der Gesundheit zuliebe: Warum du zur "Goldenen Stunde" ins Bett gehen solltest

·Freie Journalistin
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Tief und erholsam schlafen – für viele Menschen gar nicht so einfach. Eine neue Studie hat ergeben, dass der Zeitraum zwischen 22 und 23 Uhr optimal ist, um ins Bett zu gehen.

Wie wäre es, heute mal um 23 Uhr ins Bett zu gehen? (Bild: Getty Images)
Wie wäre es, heute mal um 23 Uhr ins Bett zu gehen? (Bild: Getty Images)

Basierend auf den Daten von mehr als 88.000 Teilnehmern im Alter von 43 bis 79 Jahren der britischen Biobank ergab die im European Heart Journal veröffentlichte Studie, dass eine Einschlafzeit zwischen 22 und 23 Uhr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle senkt.

Die Studienergebnissen zeigen demnach, dass diejenigen, die nach Mitternacht zu Bett gingen, eine um 25 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit hatten, eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen zu entwickeln, wie beispielsweise Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, chronische ischämische Herzkrankheit, Schlaganfall und transitorische ischämische Attacken.

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Der Zusammenhang zwischen dem Einschlafen und dem kardiovaskulären Risiko war in der Studie bei Frauen höher, fanden die Forscher heraus. "Es kann sein, dass es einen Geschlechtsunterschied gibt, wie das endokrine System auf eine Störung des zirkadianen Rhythmus reagiert", so Dr. David Plans von der Exeter University, Autor der Veröffentlichung. "Alternativ könnte das höhere Alter der Studienteilnehmerinnen ein Störfaktor sein, da das kardiovaskuläre Risiko von Frauen nach der Menopause steigt. "

So wichtig sind die innere Uhr und die ideale Schlafdauer

Falls sich die Nachteulen unter euch nun sorgen: Neben dem optimalen Zeitpunkt, der "Golden Hour", gibt es zudem auch einen Zusammenhang mit der Anzahl der geschlafenen Stunden, die für die Gesundheit ausschlaggebend sind. Menschen, die jede Nacht weniger als sieben Stunden Schlaf bekommen, haben nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ein höheres Risiko für Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit.

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In der Regel fühlen sich rund 80 Prozent der Bevölkerung aufgrund ihrer genetischen Disposition in der goldenen Stunde schläfrig und wachen etwa acht Stunden später zwischen 6 und 7 Uhr wieder auf. Wer aber außerhalb dieser Norm liegt, also eher ein Frühaufsteher oder eine Nachteule ist, sollte nicht entgegen seines natürlichen Schlafzyklus schlafen, sondern lediglich darauf achten, ausreichend lange zu schlafen. Denn: Der Zweck des Schlafs besteht darin, unser parasympathisches Nervensystem zu aktivieren, was zu Entspannung und Erholung führt, den Stoffwechsel anregt und die Abwehrkräfte stärkt.

Unserer Tipps für eine entspannende Bettgeh-Routine:

  • Höre auf deine innere Uhr, aber achte darauf, möglichst immer zur selben Zeit ins Bett zu gehen.

  • Lege eine Stunde, ehe du schlafen möchtest, alle digitalen Geräte zur Seite, um zur Ruhe zu kommen: Das blaue Licht eines Smartphones unterdrückt die Bildung des Schlafhormons Melatonin.

  • Das hilft beim Runterkommen: gedimmtes Licht, entspannende Aromaöle, Lesen oder Meditieren.

Im Video: Neue Studie - Besser schlafen mit entspannter Musik

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