Fest oder flüssig: Welche Seife ist hygienischer?

·Freie Autorin
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Das Seifenstück kennen viele von uns noch aus Omas Badezimmer. Beliebter ist in den meisten Haushalten aber die flüssige Variante im Spender. Denn die ist doch weitaus hygienischer als das nackte Seifenstück, auf dem sich zahllose Bakterien tummeln – oder? Yahoo Style stellt für euch den Mythos auf die Probe.

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Ist feste Seife genauso hygienisch wie flüssige? (Bild: Getty Images)

Glitschig, rissig und alles andere als ein hygienischer Anblick: Seifenstücke schwimmen oft in einer verklebten Seifenschale und warten nur darauf, dass sich der nächste Naive damit die Hände wäscht. Der hat dann nämlich gleich die Krankheitskeime des vorherigen Benutzers auf der Haut. Dieses Bild haben viele, wenn sie an feste Seife denken. Es gibt zahlreiche Menschen, die sich regelrecht vor Seifenstücken ekeln.

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Comeback der festen Seife

Dabei erlebt die gute alte und schon seit Jahrhunderten bewährte Seife am Stück eigentlich gerade ein Comeback. In den Drogerien ist es euch vielleicht schon aufgefallen. Es gibt sie längst nicht bloß zum Händewaschen, sondern auch als Haarseife, Peelingseife und in zahlreichen Varianten von duftender Naturseife bis zur schwarzen afrikanischen Detox-Seife. Und vieles spricht ja auch für die feste Seife. Sie ist sparsamer im Verbrauch, schonender zur Umwelt und kommt meistens mit nur ganz wenig Verpackung aus. Der Seifenspender ist stattdessen ein wahres Plastikmonster, selbst wenn man auf Nachfüllpackungen zurückgreift.

Fördert Spitzenschneiden das Haarwachstum? Der Mythos im Check

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Feste Seifen gibt es heute in unzähligen verschiedenen Varianten und Formen. (Bild: Getty Images)

Ist feste Seife wirklich unhygienisch?

Aber was ist nun dran an dem Mythos von der Keimschleuder? Tatsache ist: Auf fester Seife finden sich zwar wirklich mehr Mikroorganismen, aber ein Problem ist das nicht. In der Vergangenheit belegten das einige Studien, wie etwa schon in den 60er- und zuletzt in den 80er-Jahren. 1988 reicherten Forscher ein Seifenstück mit Bakterien an, um zu prüfen, wie viele davon auf der Haut der Benutzer zurückblieben. Am Ende konnten sie keinen einzigen Keim bei den Probanden entdecken.

Seifenstücke richtig aufbewahren

Dafür müssen feste Seifen aber richtig behandelt werden. Wichtig ist eine durchlässige Seifenschale, damit das nasse Stück nach dem Gebrauch richtig trocknen kann. Denn Bakterien mögen es feucht. Die Schale sollte beim Bad putzen auch regelmäßig von Seifenresten gereinigt werden. Dann könnt ihr euch auch mit der festen Seife hygienisch die Hände waschen – und nebenbei etwas für die Umwelt tun.

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