Good News des Tages: Zehnjähriger Krebspatient feiert Geburtstag auf Polizeiwache

Johannes Giesler
Freier Autor
Das Richland County Sheriff’s Department in Columbia hat einen kleinen Jungen sehr glücklich gemacht. (Screenshot: Twitter/Richland County Sheriff’s Dept.)

Seine Krebs-Diagnose ist schon vier Jahre her. Seither hilft der zehnjährige Landon anderen Betroffenen mit seiner Stiftung. Zu seinem Geburtstag drehte sich ausnahmsweise mal alles um ihn.

„So eine Geschichte öffnet einem die Augen für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben“, sagt Zachary Keefe. Er ist Polizist in Richland County im Bundesstaat South Carolina. „Meine Alltagsprobleme erscheinen winzig, verglichen mit diesem Jungen, der eine Krebsdiagnose bekommt. Der trotzdem sein Leben lebt und das auf eine so positive Weise.“

Keefe spricht dabei über Landon Derrick. Der Junge feierte am 14. Januar seinen zehnten Geburtstag und zwar auf der Polizeiwache von Richland County. Dabei lernten sich die beiden kennen. „Wir wollten, dass sich alles um ihn dreht“, sagt Keefe im Gespräch mit „Thestate“. „Damit er nur für eine halbe Stunde alles vergisst und einfach ein ganz normales Kind sein kann, das in einem Jeep fährt und Hunde liebt.“

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Seine Stimmung war großartig auf dem Revier

Ein Freund organisierte alles, er wusste, wie sich der Junge freuen und was er alles erleben würde: Die ansässigen Polizisten führten Landon dann auch auf der Wache herum, er durfte ihre Ausrüstung anprobieren, mit dem Polizeihund schmusen, in einem Streifenwagen sitzen und einigen Beamten sogar Handschellen anlegen. Der Sheriff überreichte Landon noch eine Mütze mit der Aufschrift, na klar: „Sheriff“. „Er strahlte übers ganze Gesicht“, sagte Landons Vater Matthew danach. „Leider ging es Landon in letzter Zeit nicht so gut, vor allem die Tage im Krankenhaus ziehen ihn immer wieder runter. Aber solche Erlebnisse hellen seine Stimmung wieder auf.“

Seine Stiftung sammelt Geld für andere Betroffene

Landon muss zu halbjährlichen Untersuchungen ins Krankenhaus. Seine Eltern sitzen dann immer wie auf glühenden Kohlen, ob noch alles in Ordnung ist. Denn seit der ersten Diagnose vor vier Jahren, Landon litt unter mysteriösen Schwindelanfällen bis die Ärzte eine traubegroße Wucherung in seinem Gehirn fanden, hat sich viel verändert: Er musste operiert werden, noch immer trägt er eine Kanüle in seinem Hals von einem Luftröhrenschnitt. „Sie haben zwar alles entfernt, aber bei der Operation wurden noch weitere Nerven verletzt“, sagt Matthew. Deshalb ist Landons linke Körperhälfte schwächer, als seine rechte. Er kann sein Leben nicht mehr so gestalten, wie vor der Diagnose. Baseball spielte er gern, sagt Matthew, aber das gehe leider nicht mehr so gut. Und es dauert noch einige Zeit, bis Landon als gesund gilt oder krebsfrei.


Damit andere Kinder und Familien, die eine ähnliche Schreckensnachricht in jungen Jahren erhalten, geholfen wird, haben Landon und seine Eltern die „Landon‘s Hope Foundation“ gegründet. Das Motto lautet: „Sein Kampf ist auch unser Kampf“. Eine Stiftung, die Bewusstsein für pädiatrische Hirntumore schaffen möchte. Mit Veranstaltungen sammelt sie aber auch Geld, um Betroffene unterstützen zu können. Im vergangenen Jahr etwa kamen so 20.000 Dollar zusammen bei „Landon‘s Jeep Jamboree“, einem großen Treffen von Geländewagen-Enthusiasten – wie es auch Landon ist.

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