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Ist weißes Recyclingpapier wirklich gut für die Umwelt?

Recyclingpapier gibt es nicht nur in der typischen grau-gelben Farbe, sondern auch in weiß. Aber ist das dann noch echtes, nachhaltiges Recyclingpapier oder nur Schönmalerei?

Beim Papier gilt: Je weniger weiß, umso besser für die Umwelt. (Symbolbild: Getty Images)
Beim Papier gilt: Je weniger weiß, umso besser für die Umwelt. (Symbolbild: Getty Images)

Papier sparen ist eine einfache Möglichkeit, um umweltbewusster zu leben. Noch besser ist es, dabei konsequent Recyclingpapier zu nutzen. Viele mögen aber den grauen oder gelblichen Farbton des umweltfreundlichen Papieres nicht. Gut, dass es auch weißes Recyclingpapier gibt. Nur kann man da noch von echter Nachhaltigkeit sprechen?

Was das Umweltbundesamt empfiehlt

Das Umweltbundesamt hat eine klare Empfehlung: Je weniger weiß das Papier, umso besser. Denn mit jeder weißen Farbnuance steigt der Anteil an Bleiche und der Faserverlust des Papieres. Hinzu kommt, dass zur Herstellung hoch weißer Recyclingpapiere nur hochweiße Altpapiersorten verwendet werden können. Der überwiegende Anteil der Altpapiere kann aber nur für geringere Recyclingpapierqualitäten verwendet werden.

"Blauer Engel" kennzeichnet ressourcenschonendes Papier

Wer in Sachen Umweltbewusstsein auf Nummer sicher gehen will, kauft nur Papier mit dem “Blauen Engel“. Dieses Siegel kennzeichnet Recyclingpapier, dass durch seine hochwertige Abfallverwertung nachhaltig zur Ressourcenschonung beiträgt. Auch bestimmte Chemikalien dürfen bei diesem Zeichen nicht verwendet werden.

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Zwar gibt es auch beim “Blauen Engel“ Papier bis zu einer Weiße von 100, aber auch davon rät das Umweltbundesamt aus den oben genannten Gründen ausdrücklich ab. Für Unternehmen, die nicht auf weißes Papier verzichten wollen oder können, sind Papiere in 70er oder 80er Weiß empfehlenswerte Alternativen.

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