Kürbiszeit: Alles, was du über das Herbst-Gemüse wissen musst

Antonia Wallner
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Wenn am Straßenstand und in den Supermärkten die ersten orangeroten und grünen Kürbisse leuchten, dann ist der Herbst nicht mehr weit. Aber welche Sorten gibt es eigentlich und was macht den Kürbis so gesund? Das heimische Superfood im Überblick.

Different kind of pumpkins closeup. Halloween and autumn background
Kürbisse gibt es von orange bis gefleckt in etwa 800 Sorten. (Symbolbild: Getty Images)

Früher galt er als Viehfutter, heute ist der Kürbis das Herbstgemüse schlechthin. Die Kürbiszeit beginnt im Spätsommer ab Ende August und dauert bis zum ersten Frost im November an. Hauptsaison ist vor allem in den Monaten September und Oktober. In Deutschland werden sowohl Speisekürbisse als auch Öl- und Zierkürbisse angebaut.

Kürbis: Das sind die beliebtesten Sorten

Rein botanisch gesehen ist der Kürbis gar kein Gemüse, sondern eine Beere. Insgesamt gibt es über 800 Sorten. Nicht alle davon werden auch bei uns angebaut. Überhaupt ist es gar nicht so einfach, sich zwischen den verlockenden orangefarbenen, grünen und gefleckten Kürbissen zu entscheiden.

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Am beliebtesten sind der Hokkaido-Kürbis, bei dem man die Schale nach dem Kochen mitessen kann, sowie der längliche blasse Butternut-Kürbis und der aromatische Muskatkürbis, der zu den Moschussorten gehört.

Hokkaido pumpkin, spaghetti squash and butternut squash
Von links nach rechts: Hokkaidokürbis, Spaghettikürbis und Butternut-Kürbis. (Symbolbild: getty Images)

Auffällig ist der weiße Ufo-Kürbis namens “Patisson blanc“. Er wird gerne sauer in Gläsern eingelegt. Oval-rund bis länglich präsentiert sich der Spaghettikürbis. Ihren Namen verdanken die sonnengelben Kürbisse ihrer Besonderheit, nach dem Kochen zu zerfasern - und dann eben der beliebten Nudelsorte ähnlich zu sehen.

Ripe Pattypan White Squash in the Garden
Der Patisson Blanc, White Squash oder schlicht Ufo-Kürbis. (Symbolbild: Getty Images)

Dann gibt es noch die grün-weiß gefleckten Exemplare, wie etwa den “Sweet Dumpling“, der ursprünglich aus Mexiko stammt. Er hat ein süßes und kastanienartiges Aroma.

Achtung: Zierkürbisse heißen nicht ohne Grund so. Sie sollten nicht gegessen werden, da sie den Bitterstoff Cucurbitanin enthalten, der zu Magenbeschwerden führen kann.

Darum ist Kürbis so gesund

Kürbis macht sich am besten im Klassiker Kürbissuppe, aber auch als Curry, gefüllt oder sogar als Dessert peppt das vielseitige Gemüse viele Gerichte auf. Es lohnt sich, im Herbst öfter Kürbis zu essen, denn er punktet mit wertvollen Inhalts- und Ballaststoffen. Neben Kalium, Magnesium und Kalzium finden sich auch Zink sowie Vitamine der A, C, D und E-Gruppe im Kürbisfleisch. Besonders viel Beta-Karotin, die Vorstufe zum Vitamin A, steckt in den orangenen Sorten, wie beispielsweise dem Hokkaido. Davon enthält der Kürbis sogar mehr als die Karotte.

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Doch nicht nur das aromatische Kürbisfleisch ist echtes Superfood, sondern auch die Kürbiskerne. Gesäubert und getrocknet, krönen die Vitamin-E-haltigen Kerne als Topping gern Salate oder Quark. Kürbiskerne zeichnen sich außerdem durch ihren hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aus.

Kürbis richtig lagern und zubereiten

Wer Kürbis im Laden kauft, kann durch den Klopftest feststellen, ob er wirklich reif ist. Klingt das Exemplar hohl und gibt auf leichten Druck nicht nach, ist der Kürbis perfekt. Unversehrt halten Kürbisse bei richtiger Lagerung mehrere Monate und lassen sich auch noch im Frühjahr genießen. Ideal ist ein dunkler, aber nicht zu feuchter Raum oder Keller. Angeschnittene Kürbisse bleiben gut verpackt im Kühlschrank bis zu zwei Tage frisch, bevor das Fruchtfleisch matschig wird.

Tatsächlich können die meisten Kürbissorten ohne Probleme roh gegessen werden, was aber zugegeben nicht jedermanns Geschmack ist. Gekocht schmeckt das Fruchtfleisch oft besser und ist auch nicht so hart.

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