Psychologe verrät, wie man eine Trennung schneller überwindet

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Den Ex-Partner in Gedanken zu idealisieren, kann den Verarbeitungsprozess verzögern. (Symbolbild: Getty Images)

Schlaflose Nächte, geschwollene Augen, Verzweiflung, Trauer – all das und mehr kann Liebeskummer mit sich bringen. Und dieser ist eben oft nicht leicht zu überwinden. Doch einem Psychologen zufolge kann der Verlassene selbst einen großen Einfluss darauf haben, wie lange das Herz schmerzt.

Wer kennt es nicht? Nach der Trennung wird der Ex-Partner in Gedanken idealisiert. Man habe die beste Frau oder den besten Mann verloren. Doch genau das sei der Knackpunkt, wenn es um den Verarbeitungsprozess geht, findet Psychologe Guy Winch. Gegenüber “The Independent” erklärte er, dass Liebe “abhängig” mache und Herzschmerz Menschen einen mächtigen Entzug durchgehen lässt.

Schneller Trauerprozess

Das führe eben wiederum dazu, sich nach dem Liebes-Aus extrem nach dem Ex-Partner zu sehnen und überwiegend romantische Vorstellungen mit ihm zu verbinden. Wer sich da nicht selbst rausholt, ist im Trennungsschmerz gefangen. Deswegen rät Winch: “Du musst sichergehen, dass alle Gedanken rund um deinen Ex realistisch und ausgewogen sind.”

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Weiter erklärt er: “Wenn in deinem Kopf die Bilder vom schönsten Wochenende zusammen aufkommen, solltest du Bilder von einem Wochenende hinzufügen, das dich verrückt gemacht und sehr aufgebracht hat.” Leichter gesagt, als getan? Dann könnte ein einfacher Trick helfen – nämlich eine Liste zu erstellen, die sich den Gründen der Trennung widmet. Somit werden Trauernde wieder zurück in die Realität geholt.

Ein Experte rät, sich von gemeinsamen Fotos zu trennen, die Schmerz hervorrufen. (Symbolbild: Getty Images)

Die Trennung akzeptieren

Doch auch damit ist nicht alles getan. Deswegen hat der Experte noch weitere Tipps parat, die bei der Verarbeitung einer Trennung helfen. “The Independent” zufolge lautet das Stichwort Akzeptanz. Akzeptiere die Gründe der Trennung und erschaffe keine Theorien rund um das Liebes-Aus. Das Kopfkino würde nämlich eben nur auslösen, dass der Ex-Partner wieder zum Fokus der Gedanken wird.

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Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, nämlich Social Media. Anstatt den oder die Ex zu fixieren und auf Instagram, Facebook und Co. nachzuschnüffeln, sollte ihm oder ihr online gar keine Beachtung geschenkt werden. Andernfalls wird es immer schwieriger, mit der gescheiterten Beziehung abzuschließen. Ebenso sollten Erinnerungen wie Fotos und Nachrichten entfernt werden, wenn sie Schmerz auslösen.

Das Leben genießen

Weiter rät Winch, das Leben zu genießen und sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren. Auch wenn das Herz schmerzt, ist es jetzt an der Zeit, Dinge zu tun, die Freude bereiten. Denn damit signalisiert man dem Ich, dass das Leben weitergeht. Und das tut es auch. Zum Beispiel mit guten Freunden an der Seite. Der Psychologe hebt hervor, wie wichtig es ist, sich bei Freunden zu melden und ihre Ratschläge anzunehmen.

Zu guter Letzt könnte auch eine weitere Liste Unterstützung bieten, die Kompromisse aufzählt, die man in der gescheiterten Beziehung gemacht hat, künftig aber nicht mehr machen möchte. Und darum geht es eben bei der Verarbeitung einer Trennung: Wieder in die Zukunft schauen zu können.

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