Sinnvolle Ergänzungen zu den gängigen Haarpflege-Produkten

Carolin Klar
Freie Autorin für Yahoo Style
Shampoo, Conditioner, Haarmaske? Man kann sein Haar zusätzlich pflegen und schützen! (Bild: Piotr Marcinski / EyeEm / Getty Images)

Shampoo, Spülung, Maske - welche Produkte gibt es noch für die Haarpflege, und wie nützlich sind sie? Braucht das Haar beispielsweise wirklich Sonnenschutz in Form von speziellen Sprays? Sollte man regelmäßig ein Kopfhaut-Peeling machen? Und bringt ein Spitzenserum tatsächlich etwas?

1. Sonnenschutz fürs Haar

Wir müssen nicht nur unsere Haut vor der Sonne schützen, UV-Strahlen schädigen auch die Schuppenschicht der Haare. Dadurch kann das Haar trocken und brüchig werden. Spliss in den Haarspitzen ist eine unschöne Folge.

Außerdem färben die Haarpigmente durch starke Sonneneinwirkung aus. Gefärbtes Haar hellt in der Sonne schneller auf als Naturhaar, da bei einer Coloration die Schuppenschicht geöffnet wird und das behandelte Haar somit empfindlicher für äußere Einflüsse ist.

Um in den Sommermonaten einer spröden, splissigen und ausgebleichten Mähne durch Sonnenstrahlen vorzubeugen, sollte man daher auf jeden Fall Sonnenschutz fürs Haar verwenden. Der UV-Schutz steckt in Sonnenschutzsprays fürs Haar, aber auch in manchen Shampoos und Haarspülungen. Spezielle After Sun Masken und Kuren versorgen das Haar mit Feuchtigkeit und helfen ihm, sich zu regenerieren.

2. Peeling für die Kopfhaut

Nur wenn die Kopfhaut gesund ist, sieht auch das Haar gesund aus. Abgestorbene Hautschüppchen, Styling-Produkte und Schmutz aus der Umwelt werden durch das Haarewaschen und Bürsten nur teilweise von der Kopfhaut entfernt. Um sie richtig zu reinigen, ist ein Peeling genau das Richtige.

Kopfhaut-Peeling "Cleansing Scrub with Sea Salt" von Christophe Robin, Preis: um 40 Euro für 250 ml (Bild: douglas.de)

Das Peeling hat mehrere Effekte: Es beugt Schuppen vor und entfernt sie, falls bereits welche vorhanden sind. Es verhindert, dass die Talgdrüsen verstopfen – eine Ursache für fettige Haare. Und es bewirkt, dass Pflegeprodukte ihre Wirkung besser entfalten können, da sie in die gereinigte Haut besser eindringen können. Peelings auf Öl-Basis trocknen die Kopfhaut weniger aus als Produkte mit Alkohol, deshalb sind sie vorzuziehen.

Wichtig ist: Um die Kopfhaut nicht zu strapazieren, sollte man sie nicht zu oft peelen - maximal einmal pro Woche. Und so geht’s: Die Haare mit Shampoo waschen, das Peeling ein bis zwei Minuten einmassieren (zart!), die Haare gut ausspülen, eine Haarspülung anwenden und die Haare noch ein letztes Mal gut auswaschen.

3. Haarserum für die Spitzen

Den Anblick ihrer Haarenden finden viele gar nicht so spitze – dann nämlich, wenn sie trocken und splissig aussehen. Diese Partie des Haares bedarf besonderer Pflege, denn die Haarspitzen werden sehr strapaziert: durch Reibung an der Kleidung, Hitzestyling, Färben und Sonneneinwirkung im Sommer beziehungsweise Kälte im Winter. Zudem sind die Haarspitzen der älteste Teil des Haars.

Damit sie gesund bleiben und gepflegt aussehen, sollte man regelmäßig ein Spitzenserum auftragen. Spitzenseren sind Leave-in-Produkte – sie müssen also nicht ausgewaschen werden und können je nach Bedarf täglich oder seltener zum Einsatz kommen. Genau genommen können Seren im ganzen Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen aufgetragen werden – so wird die ganze Mähne verwöhnt.

4. Haarwasser oder Hair Tonic

Wenn die Kopfhaut trocken ist, brennt, juckt oder schuppt, kann Haarwasser helfen. Auch bei fettiger Kopfhaut und starkem Haarausfall ist ein Hair Tonic eine gute Wahl. Das Haar-Tonikum wird nicht auf den Haarlängen, sondern auf die Kopfhaut aufgetragen.

Haartonikum "Neem" von Dr. Hauschka mit Extrakten von Heilpflanzen wie Neem, Brennnessel, Birkenrinde und Arnika, Preis: um 13,50 für 100 ml (Bild: drhauschka.de)

Warum lohnt sich die Anwendung? Das Produkt wirkt erfrischend und reizlindernd. Es fördert die Durchblutung und Regeration der Haut, wodurch das Haar kräftiger wird und auch besser und gesünder nachwächst. Haarwasser ist deshalb auch ideal für alle, die feines Haar haben. Für die Anwendung braucht man etwas Zeit und Geduld, um die Flüssigkeit überall am Kopf gut zu verteilen.

5. Haaröl

Keine Angst vor Haaröl! Es klingt zwar nach einer fettigen Angelegenheit, doch bei sparsamer Anwendung zieht es schnell ein – und tut dem Haar viel Gutes: Das reichhaltige Öl schließt die Feuchtigkeit im Haar ein, pflegt die Mähne und verleiht ihr einen tollen Glanz und Geschmeidigkeit.

Man braucht nur einen Hauch des Öls ins Haar zu geben, und in der Anwendung ist das Mittel sehr vielseitig: Das Haaröl kann entweder beim Haarewaschen eingesetzt werden (einfach zwei bis drei Tropfen zum Conditioner hinzugeben). Es kann nach dem Waschen ins nasse Haar gestrichen oder gesprüht werden, was auch die Kämmbarkeit verbessert. Oder es wird als Finish im getrockneten Haar angewendet.

Fazit

Spezielle Haarprodukte sind für spezielle Bedürfnisse und Situationen gedacht: Sommer, Spliss und Schuppen zum Beispiel. Mit ihren pflegenden und schützenden Eigenschaften unterstützen die oben genannten Produkte die Haargesundheit und sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu den Haarpflege-Basics.