So wirkt sich das Leben in der Pandemie auf die Periode aus

Die Coronaregeln verlangen uns allen so einiges ab. Ängste, finanzielle Unsicherheit und soziale Isolation bringen unser Leben seit Wochen durcheinander. Und nicht nur das. Bei Frauen kann es auch den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen.

Der Zyklus kann bei Frauen schon mal um mehrere Tage schwanken. (Bild: Getty Images)

Es gibt Frauen, die haben jeden Monat einen Bilderbuchzyklus von exakt 28 Tagen. Sie können quasi die Uhr danach stellen, wann sie ihre Periode bekommen. Dann gibt es andere, bei denen kommen die Tage viel unregelmäßiger. Tatsächlich ist der normale Zyklus bei den meisten Frauen zwischen 28 und 35 Tagen lang. Leichte Schwankungen von bis zu 7 Tagen sind bei weitem nicht ungewöhnlich. Doch der weibliche Hormonhaushalt ist ein ziemliches Sensibelchen und kann bei Stress im wahrsten Sinne die Krise kriegen. Erleben wir gerade eine Zeit voller körperlicher und seelischer Belastungen, wirkt sich das auch auf die Periode aus.

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Auswirkungen der Coronakrise können auch den Zyklus beeinflussen

Und bei all dem, was das Coronavirus so mit sich bringt, ist es kaum verwunderlich, dass bei etlichen Frauen wahrscheinlich auch der Zyklus aus dem Gleichgewicht ist. Die britische Gynäkologin Dr. Anita Mitra befragte in einer Studie über 5.000 Frauen zu ihren Zyklen während des Lockdowns, der in Großbritannien noch immer anhält. Das Ergebnis: 65 Prozent der Frauen bemerkten Unregelmäßigkeiten in der Zykluslänge und in ihrem Hormonhaushalt. Das Thema setzte auf Twitter ganze Diskussionen in Gang.

 

“Mädels, sind eure Zyklen seit dem Lockdown auch komplett durcheinander?”

Was können Frauen dagegen unternehmen?

Gegen Stress hilft vor alle eins: Entspannung! Also alles, was einem selbst gerade guttut, ist auch gut für den Körper. Ein heißes Bad, eine Runde Yoga oder einfach ein kurzer Spaziergang können schon Wunder wirken. Auch ein bisschen Online-Medien-Detoxing kann helfen, sich von Ängsten und Stress zu befreien. Bei Krämpfen haben sich magenberuhigende Tees und Wärmflaschen bewährt. Wer allerdings extreme Veränderungen, wie zum Beispiel übermäßig heftige Blutungen, registriert, sollte zur Sicherheit beim Arzt anrufen. In einigen Fällen können hinter Zyklusstörungen auch Erkrankungen stecken, wie etwa eine Endometriose.

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Lässt die Periode sehr lang auf sich warten, wäre auch ein Schwangerschaftstest angebracht. Aber nicht vergessen: Es kann dauern, bis sich der Hormonhaushalt wieder einpendelt. Also nicht die Panik bekommen, wenn der Bilderbuchzyklus noch etwas auf sich warten lässt.

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