Statt flüssig: Wie gut sind feste Shampoo-Varianten?

Für die Haarwäsche gibt es, neben flüssigen Shampoos, auch feste Varianten. (Bild: Getty Images)

Die Mehrheit der Konsumenten nutzt für die Haarwäsche flüssige Shampoos. Doch in den Regalen finden sich zunehmend auch feste Shampoos und Haarseifen. Waschen sie genauso gut wie die flüssigen Produkte? Das hat Stiftung Warentest untersucht – mit überwiegend positiven Ergebnissen.

Die einen benutzen es jeden Tag, die anderen nur alle paar Tage: Shampoo macht die Haare sauber, glänzend und schön. Doch das klassische Flüssigshampoo kommt meist in Plastikflaschen daher. Eine umweltfreundliche Alternative sind feste Shampoos oder Haarseifen, die seit einiger Zeit den Markt der Pflegeprodukte ergänzen. Erstere sind einfach die feste Variante des klassischen Shampoos während Haarseifen mit Lauge verseift werden, was einen Unterschied beim Waschen macht.

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Die meisten Produkte sind “gut”

Stiftung Warentest hat insgesamt acht Flüssigshampoos, sechs Shampoo-Stücke und vier Haarseifen miteinander verglichen. Das Ergebnis ist überwiegend positiv. Nur drei der festen Varianten sind “befriedigend“. Ein Produkt bekam die schlechteste Testnote “ausreichend“.  Bei der “Haarseife Natur Alle Haartypen“ der Marke Savion Manufaktur bemängelten die Tester eine irreführende Werbung und schlechte Deklaration. Allergene Duftstoffe wurden bei der Seife nicht angegeben. Stattdessen steht auf der Verpackung sogar der Zusatz “Frei von Duftstoffen“.

Haarseife hat eine Besonderheit in der Anwendung

Das Waschen mit Haarseifen dürfte sicher nicht jedermanns Sache sein. Denn durch den hohen PH-Wert fühlen sich die Haare unter Umständen ganz anders an, als wenn man sie mit einem flüssigen oder festen Shampoo waschen würde. Die Haare können aufquellen und lassen sich vielleicht nicht ganz so leicht durchkämmen, wie man es von anderen Produkten gewöhnt ist. Außerdem können sich weißliche Rückstände bilden. Deshalb sollten Nutzer von Haarseifen nach jeder Wäsche eine sogenannte “saure Rinse“ durchführen, um die Seifenreste aus den Haaren zu entfernen. Das ist nichts anderes, als eine Spülung aus Wasser und Essig, die über die Haare gegeben wird. Man kann sie selber anmischen oder auch fertig kaufen. Der Geruch verfliegt, wenn die Haare trocknen.

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Die festen Varianten sind umweltfreundlicher

Was die Ökobilanz angeht, schlagen die festen Varianten klar die flüssigen Shampoos. Statt Plastik sind sie oft in Papier oder recyceltem Karton verpackt und enthalten weniger Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe. Ein weiterer Pluspunkt: Shampoo-Stücke und Haarseifen kann man nur schlecht überdosieren. Bei den flüssigen Produkten nehmen die meisten zu viel.

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