Süßkartoffel vs. Kartoffel: Was ist gesünder und hat welche Vorzüge?

·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Im September feiert die Süßkartoffel ihren Saisonauftakt: Egal ob im Curry, in der Suppe oder als Pommes Frites, das süßliche Knollengewächs erfreut sich immer größerer Beliebtheit in der Küche, denn sie gilt als sehr gesund. Aber stimmt das?

Variety of raw uncooked organic potatoes: red, white, sweet  and fingers potatoes over wooden background. Top view, copy space
Kartoffel vs. Süßkartoffel - ist eine wirklich gesünder als die andere? (Bild: Getty Images)

Insbesondere im direkten Vergleich mit der Kartoffel, wird die Batate (wie die Süßkartoffel auch genannt wird) oft als gesündere Alternative angepriesen. Dabei lässt sich das so pauschal gar nicht sagen – zumal die beiden Knollengewächse botanisch nicht artverwandt sind: Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen, die Süßkartoffel zu den Windengewächsen.

Süßkartoffel oder Kartoffel: Was enthält mehr Kalorien?

Beide Knollen enthalten wichtige Nährstoffe und sollten im Zuge einer ausgewogenen Ernährung am besten beide regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Zwar ist die Süßkartoffel recht fettarm – je 100 Gramm enthält sie etwa 0,1 Gramm Fett, bei der Kartoffel sind es 0,3 Gramm – doch die Kartoffel ist tatsächlich etwas kalorienärmer: 100 Gramm kommen auf rund 70 Kalorien, während es bei der Süßkartoffel rund 108 Kalorien sind. 

Saft ist nicht gleich Saft – was hinter den Bezeichnungen steckt

Dass die Kartoffel allgemein als ungesünder gilt, liegt daher vermutlich eher an der Art der Zubereitung: Pommes Frites, Kartoffelchips und vor Butter oder Öltriefende Ofenkartoffeln, sind in der Tat nicht sehr gesund, doch das gilt auch für die Süßkartoffel-Alternative. Ein gesundes Kartoffelgericht ist hingegen die traditionelle Salzkartoffel oder Pellkartoffel, zu der man zum Beispiel einen mageren Frühlingsquark reichen kann.

Diabetiker greifen besser zur Süßkartoffel

Wie der Name es schon vermuten lässt, enthalten Süßkartoffeln außerdem mehr Zucker als Kartoffeln. Allerdings lassen sie den Blutzuckerspiegel langsamer steigen, was für ein längeres Sättigungsgefühl sorgt und sie vor allem für Diabetiker zu einem wichtigen Lebensmittel macht.

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Sowohl Kartoffel als auch Süßkartoffel enthalten zudem Kalzium, Proteine, Magnesium und Kalium in ähnlicher Menge. Die Süßkartoffel hat allerdings einen höheren Gehalt an Vitamin C, Vitamin E und Beta Carotin, etwa ähnlich so viel wie Karotten; Beta Carotin stärkt insbesondere die Sehkraft und die Haut; außerdem sind Süßkartoffeln reich an Antioxidantien, die den Körper vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. 

Klimasünder Süßkartoffel

Einen Haken hat die Süßkartoffel jedoch: Nur rund zehn Prozent der Süßkartoffeln, die in deutschen Supermärkten verkauft werden, stammen aus heimischem Anbau; der Rest wird vorwiegend in Südamerika angebaut und hat deshalb einen weitaus höheren Transportweg und somit CO2-Abdruck. Während der deutschen Erntezeit im September lohnt es sich deshalb öfter zur Süßkartoffel zu greifen, da sie dann teilweise sogar aus regionalem Anbau stammt.

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