Trockene Haut im Winter: Das ist die richtige Pflege

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Die Kälte draußen und die Heizungsluft drinnen führen im Winter bei vielen Menschen zu trockener Haut, die unangenehm jucken und spannen kann. Wer ein paar Dinge beachtet, kann seiner Haut und damit auch sich selbst etwas Gutes tun und verhindern, dass sie zu viel Feuchtigkeit verliert.

Deine Haut braucht im Winter etwas mehr Aufmerksamkeit. (Symbolbild: Getty Images)

Ein natürlicher Reflex bei trockener Haut ist es, vermehrt zu Pflegeprodukten wie Gesichts-, Hand- oder Körpercremes zu greifen. Darin befinden sich allerdings oft Zusätze wie Alkohol, Duft- oder Farbstoffe, die die Haut reizen können und besonders für Menschen mit empfindlicher Haut ungeeignet sind. Zudem enthalten viele Cremes Mineralöle wie zum Beispiel Paraffin, das zwar für eine angenehme Konsistenz und Haltbarkeit sorgt, der Haut über längere Strecken aber Feuchtigkeit entzieht.

Winter-Variante: Brauchst du im Winter eine andere Foundation als im Sommer?

Lieber auf natürliche Fette setzen

Gut verträglich und wegen des höheren Fettgehalts besonders für die Wintermonate geeignet sind Sheabutter und verschiedene Öle, beispielsweise Mandel-, Weizenkeim- oder Jojobaöl. Geeignet sind auch Hautcremes mit Urea oder solche, die rückfettende Wirkstoffe wie Panthenol, Vitamin E oder Allantoin enthalten. Wenn du unsicher bist, was für deinen Hauttyp am besten geeignet ist, kannst du dich beim Hautarzt oder einem Kosmetiker beraten lassen.

Viel trinken und auf die Ernährung achten

Viel trinken schützt die Haut ebenfalls vor dem Austrocknen. Daneben kann man aber auch beim Essen zu bestimmten Lebensmitteln greifen, die die Haut von innen heraus unterstützen. Am besten greifst du zu Fisch mit hohem Fettgehalt wie Makrele, Lachs oder Hering, Avocados und benutzt hochwertige Öle zum Beispiel aus Leinsamen, Trauben- oder Olivenkernen.

Winter Routine: 13 pflegende Cremes für wintergeplagte Hände

Vorsicht mit Duschgel & Co.

Wer gerne lange, heiß und mit ganz viel Schaum badet oder duscht, schädigt damit den natürlichen Schutzmantel der Haut. Aus dermatologischer Sicht sollte man den Körper am besten nur mit Wasser waschen und so schön und gemütlich man ein ausgedehntes Schaumbad auch finden mag, tut man seiner Haut damit keinen Gefallen. Wer darauf nicht verzichten mag, sollte darauf achten, dass das Wasser nicht heißer als 39 Grad ist und zu einem rückfettenden Ölbad greifen. Daneben sollten Menschen mit trockener Haut beim Abwaschen Handschuhe benutzen und sich nicht allzu oft die Hände waschen. Spezielle Desinfektionsmittel erfüllen denselben Zwecke und sind oft hautfreundlicher.

VIDEO: Körperlotionen im Test: Günstige pflegen gut