Die Coca-Cola Company ist der größte Plastiksünder

Kaum eine Firma produziert so viel Plastikmüll wie der Softdrink-Hersteller Coca-Cola Company. Das hat eine Analyse der Umweltgruppe Break Free From Plastic ergeben.

Unter dem Plastikmüll, der an die Strände dieser Welt gespült wird, finden sich viele Coca-Cola-Flaschen. (Bild: Getty Images)

Es ist schon erstaunlich, wie viel Müll man heutzutage am Strand findet. Einkaufstüten, Keksverpackungen, Kaugummi-Papier und besonders häufig: Coca-Cola-Flaschen. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die Umweltgruppe Break Free From Plastic, die im September 484 Strandsäuberungsaktionen in mehr als 50 Ländern auf die Beine gestellt hat.

Mehr als 11.732 Plastikfundstücke, welche die freiwilligen Putzkolonnen aufgesammelt haben, stammen demnach von Coca-Cola-Produkten. Das ist mehr Müll, als die in der Liste folgenden drei Umweltsünder – Nestle, PepsiCo und Mondelez International – zusammen produziert haben.

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Firmen müssen mehr für die Umwelt tun

Tatsächlich zeigt der Softdrink-Hersteller bereits Einsicht. Wie ein Sprecher von Coca-Cola gegenüber dem “Evening Standard” sagte: “Es ist völlig inakzeptabel, dass unsere Verpackungen im Meer landen – oder sonst irgendwo, wo sie nicht hingehören.“ Deshalb bemühe man sich bereits um Kooperationen, die sich der Umweltverschmutzung durch Plastik annehmen. Unter anderem ist Coca-Cola Teil der “Ocean Plastics Charter”, einer G7-Initiative zur Bekämpfung von Plastikmüll. Seit 2017 leitet der Getränke-Fabrikant außerdem das “World Without Waste”-Programm, welches sich für das Recycling von Aluminium-Dosen und Plastikflaschen einsetzt.

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Break Free From Plastic hingegen sieht in seiner jüngsten Müllsammelaktion den Beweis dafür, dass große Firmen wie Coca-Cola energischer durchgreifen müssen, um die Plastikverschmutzung auf der Welt zu bekämpfen. “Recycling kann dieses Problem nicht lösen“, sagt Umweltschützer von Hernandez, denn viele Snacks und Getränke würden immer noch in Einwegplastik verpackt. Und genau hier müsste angesetzt werden. Auch die Umweltorganisation Greenpeace fordert schon lange, dass Coca-Cola und seine Marktbegleiter auf Mehrwegverpackungen umsteigen.

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