Verlobungsshow auf Instagram: Hat diese Influencerin alles nur gespielt?

Antonie Hänel
Freie Autorin

Aus ihrer Verlobung hat Influencerin Marissa Casey Grossman (ehemals Fuchs) über Tage eine richtige Reality-Show gemacht – dann tauchte im Internet plötzlich ein Businessplan auf, der nahelegt, dass die ganze “Überraschung” von langer Hand geplant war. Ehrlich gesagt: In dem Fall hätte die Frau einen Oscar verdient.

Marissa und ihr Freund Gabriel - mittlerweile beide mit Nachnamen Grossman (Bild: Instagram)

Influencerin Marissa Casey Grossman (ehemals Fuchs) hat ihrem Berufsstand in der letzten Woche keinen Gefallen getan: Das Fashiongirl, dem fast 200.000 Menschen auf Instagram folgen, und ihr Freund haben aus ihrem Heiratsantrag ein tagelanges romantisches Spektakel auf Instagram gemacht, das einer Reality-Show in nichts nachsteht. Doch nun kommt heraus, dass alles von langer Hand geplant und gesponsert gewesen sein soll.

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Von vorne: Fuchs’ Freund Gabriel Grossman kündigte ihr mittels seiner Instagram-Story an, ihr einen Antrag machen zu wollen. Dafür musste sie aber erst eine einwöchige Schnitzeljagd antreten, die sie unter ihrem Insta-Kanal “Fashionambitionist” in allen Details gefilmt und gepostet hatte.

Unter dem Hashtag “riellove” jettete Fuchs von New York über Montauk nach Miami und schließlich Europa. Von diesem Trip veröffentlichte sie insgesamt 45 Minuten Insta-Material. Das große Finale war der Kniefall in Paris mit anschließender Hochzeit “im kleinen Kreis”.

Der Verlobungs-Trip ging viral, Medien wie die “Daily Mail” oder “People” berichteten über den “extravagantesten Antrag, der jemals stattgefunden hat”, mindestens 20.000 neue Follower konnte Marissa dadurch generieren.

Abgesehen davon, dass sich in dem Paar wirklich zwei Seelenverwandte auf emotionaler, moralischer und geschäftlicher Ebene gefunden haben, war der Trip also auch beruflich ein voller Erfolg – wenn nicht im Nachhinein der Businessplan des angeblichen Überraschungs-Abenteuers ins Internet gestellt worden wäre.

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Dass die ganze Aktion nämlich gemeinsam mit mehreren Marken geplant wurde und Fuchs ihre oscarreifen Zusammenbrüche nur gespielt hat, kratzt natürlich ein wenig an der Geschichte. Immerhin ist Fuchs im Laufe der romantischen Trips von Emotionen überrannt schon mal weinend im Büro oder auf dem Boden eines Fitness-Kurses zusammengebrochen.

Nach Darstellung des Paares hat Grossman den extrem detailreichen Businessplan mit einem Social-Media-Experten aufgestellt, Fuchs soll nichts davon gewusst haben. Die meisten Experten halten das für nicht besonders glaubwürdig, zu detailreich und privat war die Planung mit der Nennung zu vieler Marken, mit denen Fuchs seit Jahren zusammenarbeitet. (“Oh, ein neuer Koffer von XY, kommt ja genau richtig!”)

Wenn tatsächlich alles gespielt sein sollte und es aufgrund der Glaubwürdigkeit mit der Influencer-Karriere nun nicht mehr klappt, kann Grossman ins Schauspiel-Business wechseln -Talent hat sie eindeutig.