Warmes oder kaltes Wasser? Das ist beim Putzen besser

·Freie Autorin
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Wenn etwas richtig sauber werden soll, drehen wir den Wasserhahn auf warm. Doch heißes Wasser ist beim Hausputz nicht nur meist vollkommen unnötig, es kann der Reinigung auch hinderlich - und im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich - sein.

Wird der Boden wirklich nur mit warmem Wasser hygienisch rein? Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall (Symbolbild: Getty Images)
Wird der Boden wirklich nur mit warmem Wasser hygienisch rein? Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall. (Symbolbild: Getty Images)

Im Grunde klingt es ja vollkommen logisch: Mit Hitze lässt sich Schmutz und Bakterien doch viel besser an den Kragen gehen als mit kaltem Wasser, so die Annahme. Doch tatsächlich schaffen Reinigungsmittel das ganz gut alleine - und vertragen sich mit heißem Wasser nicht unbedingt gut. 

Wischen und Putzen: Warum es mit heißem Wasser nicht sauberer wird

Denn in der Regel sind die bei uns üblichen Reinigungsmittel sogenannte Kaltwasserreiniger, deren Putzkraft und sauberes Finish zu einem beachtlichen Teil auf dem enthaltenen Alkohol basiert. Dieser verdampft jedoch schnell, wenn er mit warmem Wasser gemischt wird. 

Die Folge sind unansehnliche Schlieren und Streifen auf Böden und Oberflächen. Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt beim Fensterputzen, wo allzu schnelles Trocknen des Reinigungsmittels nicht genug Zeit zum Wischen und Nachpolieren lässt. 

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Noch größer ist der Nachteil indes bei Desinfektionsmitteln, deren antibakterielle Wirkung auf den hohen Alkoholgehalt angewiesen ist - und deswegen in Verbindung mit heißem Wasser nutzlos wird. 

Wann warmes Wasser beim Putzen sogar schädlich sein kann

Besondere Vorsicht ist bei Sanitärreinigern geboten, die im Bad Schmutz und Kalk entfernen sollen. Warmes Wasser verändert hierbei die chemische Zusammensetzung, was hierbei allerdings nicht nur Alkohol verdampfen lässt, sondern giftige Dämpfe freisetzen kann, die in unsere Atemwege gelangen können. 

Hierbei sollte man sich ganz auf die reinigende Wirkung der Putzmittel verlassen, die Schmutz und Keime auch kalt entfernen können. Im Zweifel gibt das Etikett Auskunft über die ideale Wassertemperatur

Volle Fettlösekraft: Wann warmes Wasser beim Hausputz besser ist

Wie so oft gibt es Ausnahmen von der Regel. So sind Spülmittel und Fettlöser darauf ausgerichtet, mit warmem oder heißem Wasser ihre volle Reinigungskraft zu entfalten. Noch dazu lösen sich Fett und Essensreste bei höheren Temperaturen besser als bei niedrigen. 

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In allen anderen Fällen wischt und schrubbt es sich mit kaltem Wasser besser - was nicht zuletzt auch gut für Umwelt und Geldbeutel ist. Wer beim Putzen partout nicht auf warmes Wasser verzichten will, sollte auf natürliche Reinigungsmittel wie Essig, Zitronensäure oder Schmierseife setzen. Diese vertragen sich mit wärmerem Wasser deutlich besser als andere Putzhelfer.  

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