Warum entsorgen? Mit dieser Pflege bleibt der Weihnachtsstern lange frisch

Die Feiertage sind vorbei - die Christbaumkugeln verschwinden wieder in der Kiste, die Lichterketten werden angehängt, der Weihnachtsstern landet auf dem Kompost... halt - warum eigentlich? Schließlich kann man sich an der schönen Pflanze mit der richtigen Pflege auch nach der Weihnachtszeit erfreuen.

Nach den Feiertagen haben Weihnachtssterne oft ausgedient - schade eigentlich, denn mit etwas Geschick können sie ein Jahr später wieder blühen (Bild: Getty Images)

Eigentlich hat der Weihnachtsstern sein häufiges Dasein als saisonale Dekoration nicht unbedingt verdient, denn er ist eine mehrjährige Pflanze, die nach dem Verlust seiner bunten Blütenblätter als Grünpflanze gedeiht und immer wieder aufblühen kann - wenn man einige Dinge beachtet.

Der richtige Standort

Hell und nicht zu warm mag es der Weihnachtsstern: Ideal sind Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad und ein Fleckchen mit viel Licht, jedoch möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung. Dass es ihm an seinem Standort nicht gefällt, zeigt der Weihnachtsstern, indem er seine Blätter verliert. Das lässt auf Zugluft oder Kälte schließen.

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Die richtige Pflege

Auch beim Wasser mag es die ursprünglich in Mexiko beheimatete Pflanze nicht zu kalt: Regelmäßiges Gießen mit handwarmem Wasser ist die beste Lösung. Denn sowohl auf einen trockenen Wurzelballen als auch auf Staunässe reagiert sie empfindlich. Bei Wassermangel verliert sie ihre Blätter, bei zu viel können die Wurzeln faulen und die Blätter verfärben sich gelblich.

In Sachen Dünger gilt: Weniger ist mehr. Während der Blütezeit benötigt der Weihnachtsstern gar keinen Dünger, danach genügt es, etwa einmal im Monat eine Nährstofflösung zum Gießwasser hinzuzugeben.

So blüht der Weihnachtsstern rechtzeitig zum Fest wieder

Wer seinen Weihnachtsstern nicht mehr zum Blühen bringt, vergisst häufig eines: Es handelt sich bei ihm um eine sogenannte Kurztagpflanze. Um neue Blüten bilden zu können, braucht er über einen bestimmten Zeitraum hinweg mehr als zwölf Stunden Dunkelheit pro Tag - und zwar völlige Dunkelheit.

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Etwa acht Wochen lang sollte er die Hälfte des Tages vor jeglicher Lichteinstrahlung geschützt werden. Wer dafür keinen geeigneten Ort hat, kann ihn zwölf Stunden lang mit einem großen Pappkarton vor Licht schützen.

Wer das ab Mitte September fleißig macht, sollte sich spätestens zum Fest an einem frisch erblühten Weihnachtsstern erfreuen.

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