Wie du Gelnägel auch zu Hause entfernen kannst

Der Trip ins Nagelstudio gehört zu den Dingen, die derzeit für die meisten nicht möglich und zudem auch nicht ratsam sind. Was passiert also mit den künstlichen Nägeln, die normalerweise vom Profi entfernt werden? Glücklicherweise kannst du die künstlichen Shellac-, Acryl- oder Gelnägel auch selbst von den Fingern bekommen. Wir verraten, wie das ohne Brüche und Verletzungen geht.

So sehen die künstlichen Nägel noch hübsch aus - doch was, wenn sie herauswachsen und man nicht ins Nagelstudio kann? Selbst entfernen geht auch - und zwar ganz leicht (Symbolbild: Getty Images)

Nicht zuletzt dank Instagram und Pinterest haben künstliche Nägel in den vergangenen Jahren ein Revival erlebt. Fans der bunten Beauty-Accessoires lernen schnell, dass die manuelle Entfernung gar nicht so einfach ist. Wer dabei zu ungeduldig oder grob vorgeht, riskiert gebrochene Nägeln oder sogar kleine Verletzungen. Doch es gibt eine sichere und simple Methode, um Gelnägel auch selbst zu entfernen.

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Schritt 1: Die Haut schützen

Du wirst hierfür deine Nägel mit Aceton einweichen, deswegen ist es zunächst wichtig, deine Haut vor der Chemikalie zu schützen. Reibe die Haut rund um die Fingernägel also mit Nagel- oder Mandelöl, einer fetthaltigen Creme oder Vaseline ein, um eine kleine Barriere zu bilden.

Schritt 2: Die obere Schicht entfernen

Als nächstes gilt es, die erste Schicht der künstlichen Nägel mit einer groben Feile zu entfernen. Hierbei sollte wirklich nur der obere, glänzende Anstrich abgefeilt werden. Gehe also lieber langsam vor und höre auf, wenn die Nägel nicht mehr glänzen.

Schritt 3: Die Nägel mit Nagellackentferner einweichen

Als nächstes weichst du deine Fingerspitzen in Aceton-haltigem Lackentferner ein. Hierfür gibt es zwei Methoden: Entweder tränkst du Wattebällchen in der Flüssigkeit und befestigst sie mit Alufolie auf deinen Nägeln. Lass diese Konstruktion 10 bis 15 Minuten einwirken.

Finger einpacken und den Nagellackentferner einwirken lassen - wem das zu kompliziert ist, kann auch ein Aceton-Bad machen (Bild: Getty Images)

Wer Schwierigkeiten damit hat, mit einer bereits in Folie gepackten Hand die andere zu bearbeiten, kann seine Hände auch in einem Aceton-Bad einweichen. Gebt den Nagellackentferner in eine kleine Schüssel und stellt diese in eine größere, die mit warmem Wasser gefüllt ist. Wenn sich der Entferner ein wenig erwärmt hat, nehmt die kleine Schüssel heraus und lasst eure Finger für 10 bis 15 Minuten darin einweichen.

Wichtig: Aceton ist entzündlich - versucht also auf keinen Fall, den Lackentferner in der Mikrowelle oder auf dem Herd zu erhitzen. Warmes Wasser direkt aus der Leitung reicht vollkommen aus.

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Schritt 4: Die Nägel vorsichtig lösen - und pflegen nicht vergessen!

Erst, wenn die Enden sich langsam zu lösen beginnen, könnt ihr die Gelnägel abnehmen. Wende dabei keine Gewalt an: Wenn du noch zu viel Kraft aufwenden musst, lasse die Nägel noch ein wenig länger einweichen. Wenn ihr die Folien-Methode verwendet habt, sollten sich die künstlichen Nägel idealerweise direkt zusammen mit dem Wattebällchen vom Finger schieben lassen. Gelreste kannst du mit einer weichen Feile abnehmen.

Da Aceton nicht nur die Haut, sondern auch die Nägel ganz schön austrocknen kann, gönnt ihnen direkt im Anschluss an diese Prozedur eine Extraportion Pflege in Form von nährendem Nagel- oder Mandelöl und verwende reichlich Handcreme.

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