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Better Life: Studie beobachtet positive Wirkung von Erdbeeren auf das Gehirn

Für dieses Jahr ist die Erdbeerzeit vorbei, doch laut einer Studie könnte einiges dafürsprechen, die süßen Früchte in den Wintermonaten auch tiefgekühlt oder in Pulverform zu sich zu nehmen. Denn neben dem Geschmackssinn soll vor allem das Gehirn davon profitieren.

Holzschale mit frischen Erdbeeren
Erdbeeren stecken nicht nur voller Vitamin C, sondern auch voller Antioxidantien.

Erdbeeren bestehen zu einem Großteil aus Wasser, sind kalorienarm, enthalten viele wichtige Mineralstoffe, mehr Vitamin C als Zitronen und Orangen und wirken laut dem Bundeszentrum für Ernährung blutreinigend und kräftigend. Ein super Snack für zwischendurch also, der praktischerweise nicht nur pur schmeckt, sondern auch zahlreiche Desserts und andere Leckereien verfeinern kann.

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Eine in der Zeitschrift Nutrients veröffentlichte Studie der University of Cincinnati legt nun nahe, dass die süßen Vitaminbomben vor allem ein Organ stärken könnten: das Gehirn. Genauer gesagt soll der Verzehr einer bestimmten Menge Erdbeeren im besten Falle dazu führen, das Risiko für eine Demenz zu verkleinern.

Der Erdbeerkonsum wurde bewusst gesteuert

Konkret baten die Wissenschaftler*innen einer Gruppe von Proband*innen mittleren Alters darum, während des dreimonatigen Experimentes keine Beeren zu sich zu nehmen. Alle Studienteilnehmer*innen waren zwischen 50 und 65 Jahren alt, hatten Übergewicht und zudem angegeben, leichte kognitive Beeinträchtigungen an sich festgestellt zu haben.

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Die gesamte Gruppe bestand aus 30 Leuten, die fortan jeden Morgen ein mit Wasser angerührtes Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen sollten. Während 15 Leute ein Mittel bekamen, dessen Inhalt in etwa dem einer Tasse voller frischer Erdbeeren glich, gab es für die anderen ein Pulver ohne relevante Inhaltsstoffe.

Erdbeerpulver auf weißem Hintergrund
Erdbeeren sind nicht nur frisch, sondern auch in Pulverform noch gesund.

Nachdem die zwölf Wochen verstrichen waren, wurde die gesamte Gruppe einem Test unterzogen, bei dem sich die Teilnehmer*innen bestimmte Wörter merken sollten. Laut den Wissenschaftler*innen schnitten dabei die Proband*innen, die das Beerenäquivalant bekommen hatten, weitaus besser ab als diejenigen der Placebo-Gruppe. Und nicht nur das: Neben den kognitiven Beeinträchtigungen hatten sich auch depressive Stimmungen signifikant verbessert.

Antioxidantien wirken auch im Gehirn

Gegenüber der New York Post führte Robert Krikorian diesen Effekt auf die Antioxidantien zurück, die in großer Anzahl in Erdbeeren, aber auch in Blaubeeren zu finden seien. Krikorian arbeitet als emeritierter Professor am Department für Psychiatrie und Verhaltensneurowissenschaften an der University of Cincinnati und sagte wörtlich: "Es gibt epidemiologische Daten, die darauf hindeuten, dass Menschen, die regelmäßig Erdbeeren oder Blaubeeren konsumieren, mit zunehmendem Alter einen langsameren kognitiven Rückgang verzeichnen."

Das überschüssige Fett führe bei übergewichtigen Menschen vermehrt zu Entzündungen, die auch das Gehirn betreffen würden. Diese könnten die kognitiven Einschränkungen verursacht haben, von denen die Proband*innen berichtet und die sich durch die Aufnahme der pulverisierten, entzündungshemmenden Beeren gebessert hätten. In weiteren Tests sollen die Ergebnisse anhand einer größeren Gruppe von Menschen überprüft werden. Dabei soll auch die Dosen des Erdbeerpulvers variiert werden.

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