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Breaking Good: Lesen üben mithilfe von Hunden

Die gute(n) Nachricht(en) des Tages

Wie schön, dass du (wieder) hier bist! Mit unserem täglichen Breaking Good möchten wir dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und beweisen: Es gibt sie immer noch – gute Nachrichten, gute Menschen und natürlich gute Laune. Heute: Kinder üben Lesen - und Hunde hören zu, ein Film voller Knöpfe und einem mutigen Mädchen und ein Podcast über Kinderwunschkliniken und Dadjokes.

🤗Happy News des Tages

In einer Bibliothek in Kalifornien können Kinder in einer befreiten Umgebung Therapiehunden laut vorlesen: Das schult die Lesekompetenz und hilft den Kindern, Vertrauen in ihre Lesefähigkeiten zu gewinnen. (Symbolbild: Getty Images)
In einer Bibliothek in Kalifornien können Kinder in einer befreiten Umgebung Therapiehunden laut vorlesen: Das schult die Lesekompetenz und hilft den Kindern, Vertrauen in ihre Lesefähigkeiten zu gewinnen.

Read to a Dog: Kinder üben Lesen – und Hunde hören zu

Vorlesewettbewerb in der Schule: Der Endgegner für alle, die 1. Nicht gut lesen können oder 2. Nicht gerne vor anderen laut lesen möchten. Und dann steht man endlich vorne, hat sich selbst Mut zugesprochen und die aufkommende Übelkeit überwunden – und dann muss man auch noch über schnarchende Kinder in der letzten Reihe und quasselnde Störenfriede in der ersten Reihe hinweg lesen. Gäbe es doch eine Generalprobe vor dem Ernstfall.

Die Turlock-Bibliothek in Kalifornien hat eine Initiative ins Leben gerufen, die Kinder ermutigen soll, mehr zu lesen und so ihre Leseskills zu verbessern. Die Veranstaltung Read to a Dog – also "Lies einem Hund vor", wendet sich an Leser*innen bis zu einem Alter von 12 Jahren.

Wem sie vorlesen? Zertifizierten Therapiehunden. Die Hunde kommen aus dem in Manteca ansässigen Verein Paws 4 Friends, der mit der Alliance of Therapy Dogs, einer nationalen gemeinnützigen Organisation, zusammenarbeitet.

Better Life: Kindern den richtigen Umgang mit Hunden beibringen

Das Hauptziel des Programms ist es, Kindern zu helfen, Vetrauen in ihre Lesefähigkeiten zu gewinnen. Denn wer ist entspannter als ein Therapiehund? Niemand, der die Kinder unterbricht, vielleicht sogar auslacht oder Druck aufbaut. Nur der Hund und das Kind. Die Tiere bieten bedingungslose Akzeptanz und Unterstützung und schaffen so eine befreite Umgebung für junge Leser*innen.

"Es ist eine wirklich gute Möglichkeit für die Kinder Vertrauen zu gewinnen. Und das durch das laute Vorlesen zu den Hunden, die sehr freundlich und einladend sind", sagt Karina Mendoza, Leiterin der Turlock-Bibliothek. Mit dem neu gewonnenen Vertrauen in die eigenen Lesefertigkeiten kommt auch eine Verbesserung der Lernkompetenz.

Mehr Konzentration auf die Inhalte der Texte

Lautleseverfahren dienen der Förderung der Leseflüssigkeit, der Lesegeschwindigkeit und des Leseausdrucks. Die Leser*innen werden befähigt, Wortbedeutungen sicher und schnell zuzuordnen und Texte sinnorientiert zu betonen.

Gerade bei leseschwachen Kindern, bildet die Verbesserung der Leseflüssigkeit eine Grundvoraussetzung für eine allgemeine Verbesserung der Lesekompetenz. Und natürlich: Sind die Skills erst einmal vorhanden, bleibt den Kindern viel mehr Zeit, sich auf das Verständnis der gelesenen Texte zu konzentrieren.

Auch für Kinder, deren Muttersprache beispielsweise nicht Deutsch ist, bietet sich das laute Vorlesen an: So können Aussprache, Betonungen und die Bedeutungen neuer Wörter kennengelernt und geübt werden.

Eine Studie der UC Davis Veterinary Medicine Extension in Zusammenarbeit mit der Tony LaRussa Animal Rescue Foundation hat gezeigt, dass die Schüler*innen der dritten Klasse des Dixon Unified School District, die zehn Wochen lang einmal pro Woche im Klassenzimmer Hunden vorgelesen haben, ihre Lesefertigkeit um 12 Prozent verbessert haben. Schüler*innen, die Zuhause unterrichtet wurden und einmal pro Woche Hunden vorgelesen haben, konnten sogar eine Verbesserung um 30 Prozent erreichen.

Kinder unterstützen Kinder: Neunjährige hilft mit eigenen AR-Büchern Kindern mit Autismus

Laut einer Studie der IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) von 2021 kann fast jeder*jede fünfte Viertklässler*in in Deutschland nicht richtig lesen. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz hat gefordert, Lesen mehr in den Fokus zu rücken.

Eine Maßnahme, die die Lesekompetenz verbessert, ist das Dialogische Lesen. Hier wird gemeinsam mit einer Lehrkraft oder in Zweiergruppen laut vorgelesen. "Sie lernen dadurch immer mehr Wörter hintereinander, ohne Unterbrechung direkt aufzunehmen oder zu verstehen", erklärt Michael Becker-Mrotzek vom Mercator Institut für Sprachförderung und Mitglied der Kommission gegenüber dem NDR.

Und wer weiß: Vielleicht gibt es auch an der ein oder anderen Schule in Deutschland bald Kurse mit Therapiehunden. Wäre dann nur die Frage, wie das "im Dialog lesen" mit den Hunden aussehen könnte. Aber wer weiß, welche Fähigkeiten in den Hunden noch so schlummern!

🤩 Zitat des Tages

Being brave doesn't mean you aren't scared. Being brave means you are scared, really scared, badly scared, and you do the right thing anyway. (Mutig zu sein bedeutet nicht, dass man keine Angst hat. Mutig zu sein bedeutet, dass man Angst hat, viel Angst hat, große Angst hat und dass man trotzdem das Richtige tut.)

Coraline ist ein Roman von Neil Gaiman, der 2009 unter der Regie von Henry Selick im Stop-Motion-Verfahren verfilmt wurde. Der Film erzählt die Geschichte der gleichnamigen Protagonistin Coraline, die nach dem Umzug in ein neues Haus auf einen geheime Tür stößt.

Diese führt sie in eine idealisierte, alternative Parallelwelt: Dort ist alles so, wie sie es sich schon immer gewünscht hat. Ihre Eltern sind humorvoller und haben viel mehr Zeit für sie, als ihre echten Eltern. Einziger Minuspunkt: Sie haben Knöpfe als Augen.

Erst erscheint alles perfekt – bis Coraline immer weiter in die Tiefen der Parallelwelt gezogen wird und großen Mut beweisen muss, um ihre echten Eltern zu retten. Zusammen mit ihren Freunden, einem Jungen namens Wybie und einer schwarzen Katze, kann sie die Dinge wieder in Ordnung bringen.

🎙️ Podcast des Tages

Mom & Dadjokes – der lustigste ernste Podcast der Welt

"Wie schwer kann es schon sein, ein Kind zu zeugen?" Mit diesen Worten eröffnet die Podcasterin und Moderatorin Ariana Baborie die Ankündigung ihres neuen Podcasts, den sie zusammen mit ihrem Partner Bene ins Leben gerufen hat.

Vor zwei Jahren haben sich die beiden gedacht, dass es Zeit für die Kinderplanung wäre. Das Kinderzimmer ist eingerichtet, aber der Kinderwunsch blieb bisher unerfüllt.

Im Podcast berichten die zwei von ihren Tagen in der Kinderwunschklinik, Methoden wie man effizient Stuhlproben auffängt und Hormonspritzen im Backstage-Bereich. Ariana Baborie, die bereits in Podcasts wie "Endlich normale Leute" immer einen Dadjoke parat hatte, hat mit Mom & Dadjokes endlich eine angemessene Plattform dafür.

Klar: Das Thema ist ernst – aber gerade deshalb tut es gut, auch mal über die Absurdität einiger Situationen zu lachen. Denn so lässt sich der ganze Wumms auch leichter ertragen!

Dabei ist der Podcast nicht nur für Menschen gedacht, die einen bisher unerfüllten Kinderwunsch haben, sondern auch für alle anderen, die an humorvollen Gesprächen interessiert sind und vielleicht auch ein Bewusstsein dafür entwickeln wollen, wie es Menschen wie Ariana und Bene geht.

Eine wunderbare Reise durch Kinderwunschkliniken, Spermaproben und OP-Säle!

📹 Video des Tages: 41 Bauarbeiter in Indien befreit

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