Werbung

Breaking Good: Zulassung von Krebs-Impfstoffen noch vor 2030 möglich

Die gute(n) Nachricht(en) des Tages

Wie schön, dass du (wieder) hier bist! Mit unserem täglichen Breaking Good möchten wir dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und beweisen: Es gibt sie immer noch – gute Nachrichten, gute Menschen und natürlich gute Laune. Heute mit der Hoffnung auf eine Impfung gegen Krebs, Mini-Robotern, die schwerkranken Kindern helfen, einem der besten Gitarren-Solos aller Zeiten und der Gewinnerin des Junior Eurovision Song Contest.

🤗Happy News des Tages

Könnte eine Impfung bald Krebs heilen? Zumindest machen aktuelle Studienergebnisse Hoffnung auf effektive Therapieformen mit Unterstützung eines kleinen Pieks. (Bild: Getty Images)
Könnte eine Impfung bald Krebs heilen? Zumindest machen aktuelle Studienergebnisse Hoffnung auf effektive Therapieformen mit Unterstützung eines kleinen Pieks.

Zulassung von Krebs-Impfstoffen noch vor 2030 möglich

Krebserkrankungen gehören mit zu den häufigsten Todesursachen, nur an Herz-Kreislauf-Erkrankungen starben im Jahr 2022 noch mehr Menschen (33,6 %). Gut ein Fünftel (21,7 %) aller Sterbefälle stehen in Zusammenhang mit Krebs, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Seit der Corona-Pandemie rückte ein Impfstoff gegen Krebs allerdings in den Fokus der Öffentlichkeit – mit ihr auch Uğur Şahin, Chef des Impfstoffherstellers Biontech, der nun Hoffnung im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Tumoren macht und angekündigt hat, dass erste maßgeschneiderte mRNA-basierte Impfstoffe gegen Krebs bis zum Jahr 2030 auf den Markt kommen könnten.

"Wir planen in den Jahren 2025 bis 2029 Studiendaten für verschiedene andere Therapieansätze vorliegen zu haben, die, wenn sie positiv sind, zur Zulassung führen können", so Şahin in einem Interview mit "Bild am Sonntag".

Impfstoffe individuell auf Patient*innen abgestimmt

Geplant seien unter anderem perfekt auf die Patient*innen und deren Erkrankung abgestimmte Impfstoffe. Wie das funktioniert, erklärte Şahin folgendermaßen: "Wir erhalten eine Blut- und Tumor-Probe des Patienten und nach vier Wochen stellen wir den individualisierten Impfstoff bereit. Und das idealerweise nicht nur für 100, sondern für Zehntausende Patienten im Jahr."

Mit Bluttest Krebs früher erkennen: Ist das bald Realität?

Erste klinische Studienergebnisse für diesen Therapieansatz gibt es bereits: Bei der sogenannten Immuntherapie soll das körpereigene Abwehrsystem die Krebszellen bekämpfen. An der Studie hatten 44 Betroffene teilgenommen, die im Rahmen der Forschung eine Kombination aus mRNA-basiertem Krebsimpfstoff und CAR-T-Zell-Therapie (Name: BNT211) erhielten.

Die Ergebnisse fielen vielversprechend aus: Bei fast allen Patient*innen sind die Tumore nicht weitergewachsen, bei fast zwei Drittel sind sie sogar geschrumpft. "Dieser Ansatz birgt das Potenzial, das Immunsystem mit einer Armee an spezialisierten Kämpfern dazu zu bringen, den Tumor zielgerichtet zu finden und zu zerstören", so der Biontech-Chef.

Alternativer Behandlungsansatz soll Chemotherapie ersetzen

Ein weiterer Ansatz, den Krebs zu besiegen, sei die Fusion zweier Behandlungsmethoden: die Anwendung von ADCs (Antibody Drug Conjugates = Antikörper-Wirkstoff-Konjugate) und einer präzisen Chemotherapie, was zu einer schnellen Reduktion von Tumoren beitragen könne. "Durch die Verkleinerung des Tumors kann die Immuntherapie gezielt ansetzen und die verbleibenden Krebszellen behandeln. Die zukünftige Strategie besteht in einer kombinierten Therapie, die auf verschiedenen Ansätzen basiert", erläuterte Şahin. Diese Behandlungsmethode könnte langfristig die klassische Chemotherapie ersetzen.

🧮 Zahl des Tages

In einer inklusiven Kita in Karlsruhe im Einsatz: Roboter Nao. Jetzt helfen auch schwerkranken Kinder in Bremen Roboter, um Teilhabe am Schulunterricht zu ermöglichen. (Bild: Getty Images)
In einer inklusiven Kita in Karlsruhe im Einsatz: Roboter Nao. Jetzt helfen auch schwerkranken Kinder in Bremen Roboter, um Teilhabe am Schulunterricht zu ermöglichen.

16

Wir bleiben im Bereich Gesundheit – denn dass dies des Menschen höchstes Gut ist, wissen wir alle. In Deutschland schnieft und hustet es derzeit in jedem Wohnzimmer, jedem Büro, jedem Klassenraum. Und auch dieses Szenario kennen wir bereits: Eltern bricht (mal wieder) das Betreuungsnetz zusammen – und Kinder sitzen ohne Lehrkräfte in der Schule oder können aufgrund einer Erkrankung gar nicht erst hingehen.

Schulstoff zu verpassen ist nie gut, doch während bei den meisten Schüler*innen der Spuk relativ schnell wieder vorbei ist, gibt es eben auch Kinder, die schwerkrank sind und deshalb längere Zeit nicht am Unterricht teilnehmen können.

An genau diese Kinder richtet sich nun ein Angebot des Bundeslandes Bremen: Das dortige Bildungsressort hat 16 Mini-Roboter im Wert von je 3.500 Euro angeschafft, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen sollen, trotz Abwesenheit dem Unterricht folgen zu können.

Inklusion: Neunjährige hilft mit eigenen AR-Büchern Kindern mit Autismus

Die sogenannten Telepräsenzroboter können dabei mithilfe der Schul-iPads der Schüler*innen im Klassenzimmer gesteuert werden – damit können Kinder, die beispielsweise im Krankenhaus liegen, den Unterricht mitverfolgen und sich auch selbst zu Wort melden, zur Klasse sprechen und sogar Emotionen ausdrücken.

"Ich bin froh, dass das Modellprojekt nach einer erfolgreichen Erprobungsphase mit drei Schul-Avataren in Bremen und Bremerhaven nun 16 Avatare an den Start gehen, und es damit mehr ernsthaft erkrankten Kindern möglich sein wird, am Klassenleben und am Unterrichtsgeschehen und am Klassenleben teilzunehmen können. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass sich gerade diese Kinder nicht aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen fühlen müssen, sondern auch in die Pause oder auf Ausflüge 'mitreisen' können, sondern ins Schulleben integriert werden", so Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp.

🎵 Song des Tages

Beim Thema Musik gehen die Geschmäcker oft weit auseinander. Vor allem wenn die Generation der Babyboomer auf die Generation Alpha trifft. Aber weil heute in den USA der "Tag der E-Gitarre" (engl. National Electric Guitar Day) gefeiert wird, möchten wir ein wenig musikalisches Grundwissen mit euch teilen und einem Klassiker huldigen, der zurecht als eines der besten Gitarren-Solos in die Musikgeschichte einging: Im Jahre 1976 veröffentlichten The Eagles ihr Album "Hotel California", das ihnen 1978 für das gleichnamige Stück einen Grammy in der Kategorie "Record of the Year" einbrachte.

Gespielt wird der weltbekannte Solo-Part von den Gitarristen Joe Walsh und Don Felder und ist damit im Grunde ein Duett. Was erst mehrere Jahrzehnte später herauskam: Das Solo zum Ende des Songs wurde fast komplett improvisiert, wie Eagles-Gitarrist Joe Walsh im Gespräch mit Paul Reed, selbst Gitarrist und CEO von PRS Guitars, ein Hersteller exklusiver E-Gitarren, erzählte.

Lediglich die Struktur, also wer wann spielen sollte, wurde festgelegt. "Nachdem der Basistrack fertig war und Don ihn gesungen hatte, waren wir an der Reihe", erinnert Joe Walsh sich. "Die Soli waren also nicht geplant, sie waren ein spontanes Playoff."

In Fachjargon spricht man von einer Call-and-Response-Aufteilung: Don Felder beginnt dabei mit acht Takten, gibt dann an Joe Walsh ab, der ebenfalls acht Takte spielt. Anschließend übernimmt wieder Don Felder mit vier Takten und Joe Walsh entgegnet mit ebenfalls vier Takten. Den Schluss bildet ein zweistimmiger Part, der in der Dreiklangs-Arpeggiosequenz endet, die bis zum Fade Out wiederholt wird.

Nachdem wir diese Wissenslücke nun schließen konnten, dürfen Interessierte sich gerne auch der Interpretation der Lyrics des Songs widmen – denn auch hier gibt es diverse Theorien, die sich um die Bedeutung des "Hotel California" ranken...

📹 Video des Tages: Geht mitten ins Herz – Französin Zoé gewinnt den Junior Eurovision Song Contest

Weitere Nachrichten, die gute Laune machen, gibt es hier: