Ehemaliges "Victoria's Secret"-Model übt Kritik am Unternehmen - und geht damit viral

·Freie Autorin
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Topmodel Bridget Malcolm startete auf TikTok eine Serie mit dem vielsagenden Namen "Die Male, als die Modeindustrie echt ätzend war". Doch keines dieser Videos bekam mehr Aufmerksamkeit als das über ihre Zeit bei dem Dessous-Label "Victoria's Secret". Darin teilt sie den absurden Grund, warum sie 2017 nicht mehr bei der berühmten Show mitlaufen durfte.

Das australische Model Bridget Malcolm übt Kritik an
Das australische Model Bridget Malcolm übt Kritik an "Victoria's Secret" (Bild: Dave Tacon/Polaris/ddp)

2015 und 2016 lief die heute 29-jährige Bridget Malcolm bei der "Victoria's Secret"-Fashion-Show mit. 2017 wurde ihr dann mitgeteilt, dass sie aussortiert war, und zwar vom damaligen VS-CEO Ed Razek. "Er sagte mir, dass mein Körper nicht mehr gut genug aussehe", sagte Bridget in ihrem TikTok-Video, das über 2,4 Millionen Mal angesehen wurde. Sie habe damals Körbchengröße 70B gehabt. 

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Ein Jahr davor sah das noch anders aus und sie hatte den ultradünnen Schönheitsidealen des Konzerns entsprochen. "Ich habe meinen BH von der 'Victoria's Secret'-Show 2016 gefunden. Er hat die Größe 65A. Heute habe ich 75B, was für mich gesund ist." Dann zieht sie sich den BH über und zeigt, wie winzig er an ihrem schlanken Körper aussieht. 

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Sie zeigte außerdem Fotos von der damaligen Show und demonstrierte, wie groß er damals noch an ihrem Körper wirkte. "Die Traurigkeit in meinen Augen während der Show 2016 bricht mir das Herz", fügte sie hinzu. In Richtung "Victoria's Secret" sagte sie: "Dass ihr jetzt auf Verbündete macht, ist ein Witz." 

Damit bezieht sie sich auf die Ankündigung des Labels, sich nach jahrelangem Widerstand gegen die Body-Positivity-Bewegung nun von seinen "Engeln" zu trennen. Statt derer werden Frauen eingesetzt, die nicht für ihre Körper bekannt sind, sondern für das, was sie erreicht haben. All das ist Teil der neuen Initiative VS Collectice, mit der Schönheitsstandards überdacht werden und Themen unterstützt werden sollen, "die Frauen wichtig sind". Bridget Malcolms Urteil: "Zu wenig, zu spät." 

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In weiteren Videos berichtet die Australierin von weiteren schlechten Erfahrungen als Model bis hin zu sexueller Belästigung. Heute arbeite sie nur noch mit Kunden, die sie mit Respekt behandeln würden und bei denen sie sich sicher fühlte. Auch von denen gebe es in der Branche einige - aber eben auch genug schlechte Beispiele, zu denen "Victoria's Secret" in ihren Augen definitiv gehört. 

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