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"Ich liebe dich": Wann ist der richtige Zeitpunkt, das zu sagen?

Das sagen Experten

Wann ist der richtige Zeitpunkt,
Wann ist der richtige Zeitpunkt, "ich liebe dich" zu sagen? (Symbolbild: Getty Images)

"Ich liebe dich": Wann soll man diese Worte in einer Beziehung sagen? Diese Frage teilt viele frisch Verliebte um, denn ihnen haftet Bedeutung an, und nicht selten läuten sie eine neue Phase in der Beziehung ein. Sich zu verlieben ist nämlich im Grunde eine schöne Sache, bringt jedoch viele überwältigende Gefühle und bisweilen auch Ängste mit sich. Auch die Entscheidung, wann man sich zum ersten Mal "Ich liebe dich" sagen soll, ist oft mit freudiger Aufregung und auch Nervosität verbunden.

Die schlechte - wenn auch logische - Nachricht vorweg: Einen festen Zeitplan hierfür gibt es nicht. Zu individuell ist jede Beziehung sowie die Personen, die darin stecken. Doch es gibt einige Anzeichen, die einem einen Hinweis für den richtigen Zeitpunkt geben können.

Männer sagen früher "Ich liebe dich" als Frauen

Die größte Sorge vieler Menschen ist, die Worte zu früh zu sagen und den Partner damit zu verunsichern oder gar zu verschrecken. Gerne wird man es auf der Suche nach dem Wann also nicht gerne hören, dass es laut Experten nicht den einen, richtigen Zeitpunkt gibt, zu dem man "Ich liebe dich" sagen sollte.

Die Antwort variiert bereits zwischen Männern und Frauen in heterosexuellen Beziehungen. Für eine kürzliche Studie, die im Fachblatt Journal of Social and Personal Relationships veröffentlicht wurde, wurden mehr als 3000 Personen in mehreren Ländern danach befragt, wann sie die drei großen Worte in einer Beziehung erstmals sagen. Bei Männern waren es 107 Tage (etwa dreieinhalb Monate), bei Frauen hingegen 122 (vier Monate).

Der mutmaßliche Grund für diese Diskrepanz ist ein ernüchternder: Dem Magazin Psychology Today zufolge liegt das an einem Wunsch, die sexuelle Intimität zu steigern. Dies mag nach einem Relikt aus vergangenen Zeiten klingen, doch auch der Psychotherapeut Wolfgang Krüger bestätigt der Welt: "Es ist der Mann, der seine Liebe ausdrückt und damit das Startzeichen gibt, dass es jetzt ernst wird. Und es ist der Mann, der dann mit der Erotik beginnt."

Wann ist der richtige Zeitpunkt für "Ich liebe dich"?

Allgemein sind die Gründe für das erstmalige Aussprechen von "Ich liebe dich" jedoch weitaus romantischer, wie der israelische Philosoph und Bindungsforscher Dr. Aaron Ben-Zeév dem Aeon Magazine erklärte. Das "Ich liebe dich" mit Wunsch auf eine sexuelle Beziehung gebe es zwar - vor allem dann, wenn es sehr früh in der Beziehung fällt, beispielsweise nach den ersten paar Dates. Andernfalls würden sie aufgrund eines Wunsches fallen, die Beziehung zu vertiefen und zu festigen, weil man Potential darin sieht.

Einen Zeitraum hierfür gibt es nicht - darin sind sich Experten einig. Doch der Psychologe Robert J. Sternberg hat laut Psych Central drei Anzeichen identifiziert, anhand derer man den Zeitpunkt selbst erkennen kann, weil diese für eine echte, tiefe Liebe sprechen:

  • Leidenschaft: Damit ist nicht unbedingt sexuelle Leidenschaft gemeint, sondern vielmehr eine für die andere Person und die Freude daran, Zeit, Interessen und auch Ziele mit ihr zu teilen

  • Intimität: Auch hier geht nicht nur um Sex, sondern um Nähe. Wie Elizabeth Earnshaw dem Magazin erklärt, stellt sich diese Nähe nicht nur körperlich, sondern auch intellektuell, emotional und bei manchen Menschen auch spirituell dar.

  • Verbindlichkeit: Eine Beziehung fordert immer auch Arbeit, wie Earnshaw erklärt. Spürt man, dass man bereit ist, sich darauf einzulassen, die gemeinsame Liebe mit Kompromissen, Hingabe und Zeit zu pflegen, ist dies ebenfalls ein untrügliches Zeichen.

Sind all diese Empfindungen vorhanden und man spürt ähnliche Hingabe auch vom Partner, könnte es Zeit für das erste "Ich liebe dich" sein.

Wie Ben-Zeév jedoch betont, sollte man nie eine Erwartungshaltung an die drei Worte knüpfen. Der Partner solle diese dann sagen, wenn er selbst dazu bereit ist und nicht, wenn er sich dazu verpflichtet fühlt. Manche Menschen hindern auch Unsicherheiten oder gar emotionales Trauma daran, sie auszusprechen - dies kann in einer Therapie ergründet werden. Andernfalls gilt: Jeder in seinem Tempo!