So lustig reagiert Ikea auf den "Höhle der Löwen"-Reinfall "Pinky Gloves"

Ann-Catherin Karg
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 4 Min.

Mit den "Pinky Gloves" hat die Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" kürzlich ein Produkt bekannt gemacht, dessen Erfolg überschaubar bleiben dürfte. In den sozialen Medien überschlugen sich die negativen Kommentare ob der überteuerten Plastikhandschuhe für Menstruierende und auch die Witze-Quote war ziemlich hoch. Und da stieg dann auch der Möbelkonzern Ikea ein.

Einmal mehr hat das schwedische Möbelhaus Ikea seinen Sinn für Humor bewiesen. (Bild: Getty Images)
Einmal mehr hat das schwedische Möbelhaus Ikea seinen Sinn für Humor bewiesen. (Bild: Getty Images)

Einen Tag, nachdem die "Pinky Gloves" aus "Die Höhle der Löwen" für Empörung gesorgt hatten, setzte das Social-Media-Team von Ikea diesen Tweet ab:

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Neben einem grünen Abfalleimer namens Ekoln steht folgender Text zu lesen: "Ablage für Erfindungen, die keiner braucht." Und über dem Bild wird noch auf einen besonderen Vorzug des Badeimers hingewiesen: "Und das Beste: Er lässt sich sogar ganz ohne Handschuhe bedienen."

"Gibt´s den auch in pink?"

Ganz klar ein Seitenhieb auf die "Pinky Gloves", die Investor Ralf Dümmel kurz zuvor mit 30.000 Euro unterstützt hatte. Der "Witz" hinter den Handschuhen, den außer Dümmel kaum jemand verstand: Mit den pinken Einwegplastikhandschuhen sollen Frauen ihre benutzten Tampons entfernen und diese zugleich blickdicht und "geruchsneutral" entsorgen können. 

Die Hintergrundgeschichte: Tampon-Handschuhe sorgen für Kritik und Spott

Dass die Handschuhe pink sind, von zwei Männern entwickelt wurden, komplett aus Plastik bestehen und suggerieren, dass die Menstruation etwas "Ekliges" sei, was es zu verstecken gelte, waren die wohl größten Aufreger. Der Ikea-Post wurde ebenfalls sogleich kommentiert, u. a. mit der Frage: "Gibt´s den auch in pink?"

Die Frechheit einfach veräppeln

Aber auch schon vor der Ikea-Werbung wurden die "Pinky Gloves" im Netz ganz schön verhohnepiepelt. Eine Twitter-Userin namens Lilli Marlene schrieb:

"Zwei Typen haben pinke Einweghandschuhe ‘erfunden ’, damit sie die Periodenprodukte von Menstruierenden nicht mehr im Mülleimer sehen müssen. Erfinde jetzt blaue Mülltüten, damit ich misogyne Männergesichter nicht mehr sehen muss."

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Ein Wunsch, den ihr ein anderer User sogleich erfüllte: "Fixed It", schrieb er zu einem Foto der Gründer samt Investor, deren Köpfe darauf von Müllsäcken verdeckt werden.

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Eine weitere Userin verlieh ihrem Begehr nach Einweghandschuhen "für jede Frau, die einen dieser Typen anfassen muss", Ausdruck:

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Die Autorin Sophie Passmann fand einen so passenden wie absurden Vergleich, indem sie auf den Netflix-Erfolg "Das Hausboot" verwies: "Männer ekeln sich vor Menstruation, aber kaufen das Hausboot von Gunter Gabriel."

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Und eine weitere Userin hatte gleich eine Idee für eine Erfindung, die deutlich dringender benötigt würde als die "Pinky Gloves": Blaue Handschuhe neben Pissoirs, die Männer zum Auspacken, Abschütteln und Einpacken benutzen könnten. Schließlich gebe es einschlägige Studien, die bewiesen, dass Männer sich die Hände beim Toilettengang nicht nur seltener waschen als Frauen, sondern auch weniger gründlich.

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Eine Lösung der ganz anderen Art brachte schließlich diese Userin ins Gespräch:

"Also ich weiß nicht, was an #pinkygloves neu sein soll", schrieb sie. Sie nehme seit Jahren Toppits-Beutel, die gleich doppelt praktisch sein sollen: "Da passen die Tampons für einen ganzen Monat rein und sie schützen meine Tampons vor Gefrierbrand."

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