Studie: Warum Single-Männer plötzlich weniger Sex wollen

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Die Pandemie hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale Folgen für die Gesellschaft. Zum Beispiel auf den Sexualtrieb, wie eine neue Studie aus den USA herausfand.

Für Single-Männer sind längere Beziehungen laut einer Studie wichtiger geworden. (Symbolbild: Getty Images)
Für Single-Männer sind längere Beziehungen laut einer Studie wichtiger geworden. (Symbolbild: Getty Images)

Für die Studie befragte das US-Datingportal “Match“ rund 5.000 Singles zu ihren aktuellen Gewohnheiten und Partnerwünschen. Auffällig war vor allem ein Fakt: Für 81 Prozent der Single-Männer ist schneller Sex weniger interessant geworden. Statt auf ein heißes Date wollen diese Männer plötzlich auf mehrere Dates gehen, bevor sie intim mit der Auserwählten werden. Wie kommt es dazu?

Wer wenig Sex hat, braucht auch weniger

Laut den Studienautoren liegt das vor allem an den sozialen Einschränkungen der Pandemie. “Man kann nicht alle einsperren und dann erwarten, dass das keine physischen und psychischen Folgen hat“, meint Studienautorin Dr. Helen Fisher gegenüber “The Post“. 

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“Je mehr Sex man hat, umso mehr will man davon und umgekehrt je weniger Sex jemand hat umso weniger will oder braucht er dann auch davon“, führt sie weiter aus. Hinzu kommt dann etwa auch der pandemiebedingte Stress. “Beides zusammen hat die Bedeutung von Sex verringert“, so Dr. Fisher.

Romantik und Beziehungen sind wichtiger als eine schnelle Nummer

Für die große Mehrheit der Singles wird Romantik wichtiger, sie sind auf der Suche nach einer längeren und stabileren Beziehung. Die schnelle Sex-Nummer hat weitgehend ausgedient. Nur noch 11 Prozent der befragten Single-Männer sind beim Dating allein darauf aus. Dieses veränderte Verhalten führen die Studienautoren auch darauf zurück, dass die Männer durch Lockdown und Co. viel Zeit hatten, um “sich selber zu finden“. 

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Und das gilt laut der Studie nicht nur für die Männer. 69 Prozent der Millenials zwischen 25 und 40 Jahren sowie 72 Prozent der Generation-Z-Teilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren haben etwa neue Hobbys während der Pandemie für sich entdeckt.

Diese “neue Dating-Kultur“ sei auch nicht nur auf die USA beschränkt. “Das ist ein globales Phänomen, das in naher Zukunft möglicherweise zu vielen glücklichen Beziehungen und Ehen führt“, sind sich die Autoren einig.

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