Warum du nach dem Aufstehen nicht das Bett machen solltest

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Für viele von uns ist es Teil der Erziehung gewesen, morgens das Bett zu machen und daher undenkbar, nach dem Aufstehen nicht die Decke feinsäuberlich über die Matratze zu legen und sogar noch eine Tagesdecke darüber auszubreiten. Und dennoch sollten wir in dieser Hinsicht Mamas mahnende Worte vergessen. Denn das Bett zu machen kann geradezu ungesund sein.

Charming beautiful couple in love making the bed together and having fun.
Noch vor Duschen, Zähneputzen und Kaffee kochen machen viele Menschen erst einmal das Bett - was jedoch nicht ratsam ist (Symbolbild: Getty Images)

Denn das Ergebnis mag zwar ordentlich aussehen, bietet jedoch Milben die perfekte Umgebung, um sich fortzupflanzen und zu gedeihen. Die kleinen Organismen lieben Dunkelheit, Wärme und Feuchtigkeit. Da wir im Schlaf bis zu einem halben Liter Flüssigkeit durch Schwitzen verlieren, ist das Bett nach dem Aufstehen unweigerlich feucht und körperwarm.

Breiten wir eine Decke darüber, wird dieses Klima erhalten und noch dazu abgedunkelt - ideale Voraussetzungen für Milben. Der Gedanke, sein Bett mit winzigen Gliederfüßern zu teilen ist für niemanden sonderlich angenehm, doch für Allergiker sind diese eine konkrete Belastung für die Gesundheit.

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Wer sein Bett also sauber und möglichst milbenfrei halten will, sollte nach dem Aufstehen die Decke zurückschlagen und das Zimmer gut durchlüften. Wer danach nicht darauf verzichten will, sein Bett zu machen, sollte dies als letzten Teil der morgendlichen Routine erledigen und zumindest die Tagesdecke weglassen, damit mögliche Restfeuchtigkeit trocknen kann.

Auch beim Abziehen der Bettwäsche lauert ein Fehler

Um Milben den Garaus zu machen, ist auch eine regelmäßige Wäsche der Bettsachen unerlässlich. Einmal wöchentlich sollte die Bettwäsche bei 60 Grad in der Maschine gereinigt werden, Decken und Kissen alle zwei bis drei Jahre, wie Martin Wartig vom Verband der Bettenfachgeschäfte e.V. dem BR empfiehlt.

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Einen weiteren Tipp hat der Experte parat: “Bettwäsche sollten Sie immer vorsichtig abziehen und dann sofort in die Maschine und bei 60 Grad waschen, sonst verteilen Sie die Milben überall”, rät er dem Sender. Die Organismen würden vor allem auf der Oberfläche der Bezüge und insbesondere dem Bettlaken sitzen. Wer diese also mit allzu viel Schwung und Elan abzieht, riskiert, die Milben nicht bei der heißen Wäsche abzutöten, sondern auf Bettrahmen, Teppich oder Nachttisch Unterschlupf zu bieten.

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