Wie Vitamin D den Verlauf von Covid-19 mildern kann

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Vor der Infektion mit dem Coronavirus hilft zur Stunde nur Sicherheitsabstand und Mundschutz. Hat man sich jedoch die von dem Virus ausgelöste Krankheit Covid-19 eingefangen, spielt offenbar Vitamin D eine entscheidende Rolle bei der Schwere des Verlaufs.

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Die Maske hilft vor der Verbreitung von Covid-19. Sonnenlicht - beziehungsweise das dadurch produzierte Vitamin D - kann im Fall einer Erkrankung helfen (Symbolbild: Getty Images)

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst produzieren kann, und doch herrscht bei vielen Menschen ein Mangel daran. Dabei erfüllt es wichtige Funktionen in unserem Körper, vom Knochenaufbau bis zur Stärkung des Immunsystems. Und, wie diverse Forscher feststellten, kann es den Verlauf von Covid-19 mildern.

Schwererer Verlauf und höhere Todesrate bei Vitamin-D-Mangel

Zu diesem Ergebnis kam unter anderem eine Studie der Medizinischen Universität Teheran. Das Team untersuchte die Vitamin-D-Werte von 235 Covid-19-Patienten im Alter von 20 bis 90 und ihren Krankheitsverlauf und stellte dabei fest, dass Menschen mit Vitamin-D-Mangel im Durchschnitt schwerer erkrankt waren, wie die medizinische Fakultät der Boston Universität, die Co-Autoren der Studie stellte, veröffentlichte.

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Sie litten häufiger unter Sauerstoffmangel und wiesen höhere Entzündungswerte auf als Patienten mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung, und bei den Patienten über 40 war die Sterblichkeitsrate derjenigen mit Mangel mehr als doppelt so hoch.

Viele Faktoren, die Covid-19 verschlimmern können, haben Mangel an Vitamin D gemeinsam

Zuvor hatte schon die Universität Hohenheim in Stuttgart im “Nutrition and Food Science Journal” einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem Verlauf von Covid-19 berichtet. Dort wurde beobachtet, dass Faktoren wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, starkes Übergewicht und Bluthochdruck das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf erheblich steigern. Die Gemeinsamkeit all dieser Erkrankungen: ein Mangel an Vitamin D.

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Der Grund dafür, darüber sind sich beide Forscher-Teams einig, sind die Eigenschaften des Vitamins, das Immunsystem zu regulieren. Vitamin D fördere die Ausschüttung von antimikrobiellen Stoffen, die auch antiviral wirken können. Da das Coronavirus bestimmte Schaltstellen des Immunsystems im Körper angreifen würde, würden entzündliche Prozesse aus dem Ruder laufen, wenn zugleich ein Vitamin-D-Mangel bestehe, wie Prof. Dr. Hans-Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim erklärte.

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Wer nicht genug Sonnenlicht abkriegt, muss sich manchmal mit Vitaminpräparaten aushelfen - das sollte bei Vitamin D aber mit einem Arzt abgesprochen werden (Symbolbild: Getty Images)

Einnahme von Vitaminpräparaten nur nach Absprache mit dem Arzt

Gerade im Winter herrscht bei vielen Menschen ein Mangel an Vitamin D, da Sonnenlicht entscheidend für seine Produktion in unserem Körper ist. Angesichts der anhaltenden Pandemie ist es den Wissenschaftlern zufolge also ratsam, seine Blutwerte auf Vitaminmängel untersuchen zu lassen.

Da Vitamin D allerdings zu denjenigen Vitaminen gehört, die man überdosieren kann, sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt geschehen. Bei einer übermäßig hohen Einnahme von Vitamin D entstehen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts im Körper erhöhte Kalziumspiegel, die akut zu Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen oder in schweren Fällen zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und in extremen Fällen sogar Tod führen können.

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