Winterkleidung: Friert man in Jeans schneller?

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Es klingt so logisch, im Winter statt den dünnen Stoffhosen das dicke Denim aus dem Schrank und über die fröstelnden Beine zu ziehen. Schließlich hilft der feste Jeans-Stoff doch sicher gegen die kalte Winterluft, oder? Pustekuchen: Bei kalten Temperaturen frieren Jeans-Träger sogar noch mehr. Und daran liegt es.

Unsere Lieblingsjeans sind im Winter tatsächlich nicht die beste Wahl. (Bild: Getty Images)

Jeans zählen zu den beliebtesten Kleidungsstücken in der westlichen Welt: Der durchschnittliche Deutsche hat sieben Paar Jeans im Schrank und trägt diese fast täglich – Sommer wie Winter. Doch sobald die Temperaturen purzeln, fühlen wir uns unwohl in unserem Lieblingsoutfit. Wir frösteln und der sonst so angenehme Jeans-Stoff fühlt sich plötzlich klamm an. Woran liegt das?

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Da Jeans hauptsächlich aus Baumwolle bestehen, saugen sie feuchte, kalte Luft auf. Im Sommer mag das einen angenehm kühlenden Effekt erzeugen, doch im Winter zieht die Kälte dadurch bis auf die Haut. Durch die aufgenommene Feuchtigkeit kommt auch das klamme Tragegefühl – alles andere als kuschelig in der kalten Jahreszeit!

Zum Glück sind Cordhosen wieder im Trend! (Bild: Getty Images)

Welches Material hilft gegen Kälte?

An kalten Tagen wird empfohlen, die Lieblingsjeans im Schrank zu lassen und stattdessen zu wärmenden Materialien zu greifen: Hosen aus Wollmischungen (mit möglichst geringem Baumwollanteil) oder Cord sind wärmer, weil sie Feuchtigkeit gut aufnehmen, ohne sich kalt und klamm anzufühlen, und vergleichsweise schnell trocknen.

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Wer schnell friert und trotzdem nicht auf Jeans verzichten möchte, sollte eine Wollstrumpfhose oder Thermo-Unterwäsche drunterziehen. Der sogenannte Zwiebellook, bei dem man mehrere Kleidungsschichten übereinander anzieht (und schichtenweise ablegt, bevor man anfängt zu schwitzen), schützt am besten gegen Kälte.

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