Zimmerpflanzen für dunkle Standorte in der Wohnung: Diese sind perfekt!

·Freie Journalistin
·Lesedauer: 4 Min.

In fast jeder Wohnung gibt es eine dunkle Ecke, den Raum mit keinem oder winzigem Fenster, einen Flur oder Treppenabsatz, der mit einem bisschen Grün aufgewertet werden könnte. Ein Leichtes für alle, die wissen, welche Pflanzen auch mit wenig Licht gut klarkommen.

Auch Badezimmer, Flur oder dunkle Ecken werden durch Zimmerpflanzen optisch aufgewertet. (Bild: Getty Images)
Auch Badezimmer, Flur oder dunkle Ecken werden durch Zimmerpflanzen optisch aufgewertet. (Bild: Getty Images)

Willst du eher düstere Ecken in deiner Wohnung mit Zimmerpflanzen aufhübschen, orientierst du dich am besten an den Standortangaben, mit denen jede Pflanze ausgestattet sein sollte. In Frage kommen mit "schattig" oder eventuell mit "halbschattig" gekennzeichnete Pflanzen, die meist eine Gemeinsamkeit haben: Ziemlich große und dünne Blätter. In freier Natur sind solche Pflanzen im Unterholz zu finden, wo wenig Licht hinfällt. Je größer die Blätter sind, desto mehr davon können sie trotzdem noch einfangen.

Die Schusterpalme (Aspidistra) ist eine jener Pflanzen, die wirklich noch in den düstersten Ecken gedeiht. Das Liliengewächs gilt als überaus zäh und ist auch in Bezug auf Gießen ziemlich anspruchslos. Sogar Zugluft und Staub können ihr wenig anhaben. Kritisch wird es erst, wenn sie in einem Raum steht, in dem die Temperatur unter zehn Grad Celsius fällt.

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Die Dieffenbachie ist ursprünglich im tropischen Regenwald heimisch, wo sie im Schatten großer Bäume wächst. Die weißen Zeichnungen auf den großen langen Blättern bringen noch ein bisschen extra Helligkeit in dunkle Ecken, doch eine Sache solltest du vor dem Kauf unbedingt beachten: Die Pflanze ist giftig und daher nicht für Menschen mit Kindern oder Haustieren geeignet!

Die Friedenslilie blüht wunderschön

Ziemlich viel Raum lässt sich mit dem Fensterblatt (Monstera) füllen, das relativ hoch und vor allem raumgreifend wächst. Damit es nicht allzu ausufernd wird, kannst du die Pflanze bis zu zwei Mal im Jahr stutzen. Gießen solltest du sie alle 14 Tage. Daneben empfiehlt sich regelmäßiges Abwischen der Blätter, um Staub zu entfernen.

Die Friedenslilie oder auch Einblatt (Spathiphyllum) kann mit einer Höhe von 100 cm und mehr ebenfalls recht groß werden. Ein idealer Standort für die Pflanze mit den herrlichen weißen Blüten ist ein Platz, der zumindest noch ein wenig Licht abbekommt. Dieser könnte beispielsweise an einem Nordfenster gelegen sein.

Die Schamblume bringt mehr Farbe in die vier Wände

Falls du dir mehr Farbe wünschst als nur das Grün großer Blätter, kommt für dich auch eine Schamblume (Aeschynanthus) in Frage, die vor allem in Asien beheimatet ist. Eine Ampelpflanze, deren rote Blüten in Büscheln wachsen und gerade im Sommer besser im Schatten gedeihen. Beim Wasser benötigt die Pflanze etwas mehr Pflege. Die Erde sollte stets etwas feucht sein und die Blüten mögen es, mit lauwarmem Wasser besprüht zu werden.

Feucht, aber nicht zu nass, mag es auch der Schwertfarn, der ursprünglich unter riesigen Urwaldbäumen zuhause ist. Ist diese Rahmenbedingung erfüllt, ist es ihm fast egal, ob er an einem semidunklen, ganz dunklen oder sogar hellen Standort untergebracht ist.

Die Zamioculcas ist eine unkomplizierte und zudem wunderschöne Zimmerpflanze. (Bild: Getty Images)
Die Zamioculcas ist eine unkomplizierte und zudem wunderschöne Zimmerpflanze. (Bild: Getty Images)

Was die Raumluft angeht, ist die Glücksfeder (Zamioculcas) ein Allrounder für alle möglichen Zimmer. Ihr geht es sowohl in beheizten und trockenen Räumen wie auch in der feuchten Raumluft eines viel frequentierten WG-Badezimmers gut. Gießen musst du sie auch nur alle paar Wochen. Das Einzige, was sie nicht mag, ist zu viel Staub auf ihren Blättern.

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Bei der Elefantenfußpflanze (Beaucarnea recurvata) lässt schon der Name vermuten, dass sie in freier Natur ganz schön groß werden kann. Damit sie sich wohlfühlt, solltest du immer darauf achten, dass sie viel Wasser bekommt. Am besten ist es, wenn du den Erdballen einmal in der Woche so lange in Wasser tauchst, bis er komplett durchtränkt ist. Mit diesem Wasserbedürfnis mag der Elefantenfuß logischerweise keine Sonne, mit Schatten jeglicher Ausprägung kommt er aber gut klar.

Der Bogenhanf gilt als nahezu unverwüstlich. (Bild: Getty Images)
Der Bogenhanf gilt als nahezu unverwüstlich. (Bild: Getty Images)

Quasi unverwüstlich und darum auch für alle geeignet, bei denen sonst höchstens ein Kaktus überlebt, ist der Bogenhanf. Er wird auch Schwiegermutterzunge oder Sansevieria genannt und kann sowohl im Hellen wie im tiefsten Dunkel stehen. Er kommt längere Zeit ohne Wasser aus, ist aber auch mit feuchtem Erdballen nicht beleidigt.

Ähnlich genügsam ist auch die Grünlilie. Warm, kalt, feucht oder trocken sind ihr einerlei, solange ihre Blätter einigermaßen regelmäßig einen Sprühnebel abbekommen und du dein Gießverhalten an ihren Standort anpasst.

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