Alltagsfrage: Warum werden Haare grau?

Graue Haare sind in der Regel genetisch bedingt. (Symbolbild: Getty Images)

Früher oder später schaut wohl jeder einmal in den Spiegel und erspäht zum ersten Mal ein graues Haar auf seinem Kopf. Bei manchen ist es schon im Alter von 20 Jahren so weit, bei anderen hingegen erst mit 50. Die Freude darüber hält sich meist in Grenzen, schließlich stehen graue oder weiße Haare mit dem Alterungsprozess in Verbindung. Wie kommt es aber eigentlich zur Ergrauung?

Melaninmangel sorgt für graues Haar

Wie das Portal “Gesundheit.de” schreibt, ist ein Mangel an dem Pigment Melanin für die grauen Haare verantwortlich. Haare verfügen an ihrer Wurzel neben Blutgefäßen und Talgdrüsen über Pigmentzellen, die Melanin produzieren. Das Pigment ist für die Haarfarbe verantwortlich. Sobald die Aktivität der Pigmentzellen nachlässt, bilden sie weniger Melanin. Der Körper ersetzt das Pigment im nachwachsenden Haar durch winzige Luftbläschen, weshalb es zunächst grau und später meist ganz weiß schimmert.

Graue Haare sind genetisch bedingt

Im Alter lässt die körpereigene Produktion des Farbstoffs nach. Der Zeitpunkt ist genetisch bedingt. Ein Blick auf die eigene Familie kann also Aufschluss darüber geben, wann es mit den grauen Haaren losgeht. Doch auch Medikamente oder Krankheiten können sich auf die Melaninproduktion auswirken und so für frühzeitiges Ergrauen sorgen: Vitaminmangel, hormonelle Störungen oder Krebserkrankungen können beispielsweise für die grauen Haare verantwortlich sein.

Der Prozess des Ergrauens lässt sich nicht aufhalten. Wer sich an den grauen Haaren stört, muss deshalb wohl oder übel zu einer Coloration greifen. Einige Shampoos versprechen zudem Abhilfe bei vereinzelten grauen Haaren.

Mythen um graue Haare

Um das graue Haar ranken sich einige Mythen: So heißt es beispielsweise, dass Menschen bei großen Sorgen oder durch Angst über Nacht vollständig ergrauen könnten. Dies ist falsch, wie “Welt.de” schreibt: Bis das Haar seine Farbpigmente verliert, dauert es einige Zeit.

Ein weiteres Gerücht besagt, dass sieben graue Haare nachwachsen, wenn man eines ausreißt. Auch dabei handelt es sich laut “Zeit.de” um Unsinn: Wird ein Haar ausgerissen, bleibt der Follikel in der Regel intakt. Ein neues Haar wächst nach, das seinem Vorgänger ähnelt. Weitere graue Haare könnten nur dann wachsen, wenn auch an der gleichen Stelle neue Follikel entstehen würden.

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