Werbung

Better Life: Minze und Pfefferminze - was ist der Unterschied?

Minze und Pfefferminze werden oft als Synonym verwendet, doch ist es wirklich dasselbe Gewächs oder gibt es Unterschiede?

Sind Pfefferminze und Minze wirklich das gleiche? (Bild: Getty Images)
Sind Pfefferminze und Minze wirklich das gleiche? (Bild: Getty Images)

Minze ist das ganze Jahr über ein vielseitiger Begleiter in der Küche - ob als wärmender Tee, als kühlender Cocktail oder verfeinernde Zutat in süßen und herzhaften Gerichten. 30 verschiedene Sorten gibt es von dem Küchenkraut, das botanisch als Mentha bezeichnet wird. Pfefferminze ist nur eine davon - auch, wenn sie sprachlich oft gleichbedeutend mit Minze genannt wird.

Das unterscheidet Pfefferminze zu anderen Arten von Minze

Tatsächlich ist Pfefferminze also Minze, nicht jede Minze aber Pfefferminze. Zwischen den verschiedenen Sorten gibt es einige botanische, aber vor allem geschmackliche Unterschiede. Hobbygärtner kennen Pfefferminze als Kreuzung zwischen Grüner Minze und Wasserminze, die wegen ihrer sterilen Blüten nicht über Samen gepflanzt werden kann, sondern über Teilung oder Stecklinge vermehrt wird.

Die Pfefferminze ist nur eine von vielen Minzarten (Bild: Getty Images)
Die Pfefferminze ist nur eine von vielen Minzarten. (Bild: Getty Images)

In der Küche ist die Pfefferminze vor allem wegen ihres im Vergleich zu anderen Minzen starken Menthol-Gehalts bekannt. Dieser sowie ein leicht pfeffriges Aroma geben ihr einen besonders intensiven, minzigen Geschmack, der vielen Menschen zu scharf ist.

Better Life: Wie entsteht eigentlich Ruby-Schokolade?

Gerade wegen der großen Menge an Menthol eignet sich die Pfefferminze dafür besonders als Heilpflanze. Ihre ätherischen Öle können Kopfschmerzen lindern, Magen- und Darmbeschwerden behandeln und durch Inhalieren auch gegen Erkältungssymptome helfen.

In der Küche: Welche Minze eignet sich für was?

Als gesundes Hausmittel ist die Pfefferminze also weitaus beliebter denn als Kochzutat. Doch, wie Andrea Danitschek, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, anmerkt, "wer die Schärfe von Pfefferminze nicht mag, kann in der Küche mildere Arten verwenden, die weniger Menthol enthalten".

Für den Mojito-Cocktail gibt es eine Minze, die dafür besonders gut geeignet ist und sogar nach ihm benannt ist (Bild: Getty Images)
Für den Mojito-Cocktail gibt es eine Minze, die dafür besonders gut geeignet ist und sogar nach ihm benannt ist. (Bild: Getty Images)

Je nach Geschmack gibt es für unterschiedliche Minzsorten verschiedene Anwendungsgebiete in der Küche, und wie auch bei der Pfefferminze gibt der Name oft schon einen Hinweis:

  • Marokkanische Minze: eine der bekanntesten Minzsorten unter dem Sammelbegriff der Nanaminze und ist nicht nur wegen ihres schnellen Wachstums und leichter Pflege beliebt, sondern auch wegen ihres kühlenden, frischen Geschmacks, der sich gut für Minztee eignet, aber auch beim Kochen zum Einsatz kommt.

  • Grüne Minze: besser bekannt als Speerminze oder zu Englisch spearmint - sie wird wegen ihres erfrischenden Geschmacks häufig für Kaugummi, Bonbons oder Zahnpasta verwendet.

  • Mojito-Minze: auch Hemingway-Minze oder Cocktail-Minze, denn sie eignet sich besonders gut für Mischgetränke wie den Mojito oder den Hugo.

  • Apfelminze: erinnert in Geruch und Geschmack tatsächlich ein wenig an grünen Apfel und wird gerne als Tee verarbeitet.

  • Schokominze: eine besonders süßliche, milde Minzsorte, die deshalb für die Herstellung von Süßwaren verwendet wird.

  • Orangenminze: schmeckt am wenigsten nach klassischer Minze und erinnert vielmehr an die Zitrusfrucht Bergamotte - sie eignet sich sowohl für Teemischungen als auch Süßspeisen oder auch herzhaftere Gerichte.

  • Erdbeerminze: eine seltene Minzart, die ihrem Namen entsprechend ein wenig an Erdbeeren erinnert und daher ebenfalls für Tees oder Süßes verwendet wird.

Minze ist also nicht gleich Minze - auch, wenn die Pfefferminze oft synonym mit ihr verwendet wird.

Weitere Artikel rund um die Themen Ernährung und Lebensmittel gibt es hier:

Im Video: Seelenwärmer - So bereitest du den perfekten Tee zu