Echt jetzt, Fenty? Beauty-Produkt nach Protesten vom Markt

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Dass so etwas heute immer noch passieren kann: Das Beauty-Unternehmen Fenty hat nach Protesten der asiatischen Community ein Produkt namens “Geisha Chic“  aus dem Sortiment genommen.

Rihanna hat das Label Fenty Beauty gegründet (Bild: Getty Images)

Inklusion und Diversität sollten heutzutage in allen modernen Unternehmen großgeschrieben werden, viele Firmen schmücken sich mit Prinzipien der Offenheit, Toleranz und kultureller Sensibilität. Und doch passieren solche Fauxpas wie bei Fenty immer wieder: Das Unternehmen präsentierte Ende März stolz einen roten Highlighter namens “Geisha Chic“ auf Instagram und zog damit den Unmut vieler Käuferinnen auf sich. Der Name sei unsensibel der asiatischen Kultur gegenüber, so einer von vielen Vorwürfen, die sich nicht nur an das Unternehmen, sondern auch an Sängerin Rihanna richteten, die die Beauty-Brand gegründet hatte.

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“Rihanna … erklär uns, warum hier Rassismus gegen Asiaten in Szene gesetzt wird. Es fühlt sich noch schlimmer an, wenn er von einer anderen marginalisierten Gruppe stammt”, schrieb etwa eine Userin auf Twitter.

Immerhin: Fenty entschuldigte sich und nahm das Produkt umgehend aus dem Sortiment, bis ein neuer Name ausgesucht sei. Auch in persönlichen Nachrichten reagierte das Team der Beauty Brand offenbar, wie ein User auf Reddit schrieb. Die Instagram-Nachricht, die der User auf dem Portal als Screenshot zeigte, heißt es: “Wir haben verstanden. […] Wir möchten uns persönlich entschuldigen. Vielen Dank, dass du uns etwas beigebracht hast.“

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Das Kosmetik-Unternehmen Fenty hat sich unter anderem durch sein Make-up für sämtliche Hautfarben einen Namen und einen guten Ruf erarbeitet. Mit dem “Geisha Chic“-Fauxpas ist das Unternehmen ordentlich ins Fettnäpfchen getappt, doch die Entschuldigung danach wirkt ehrlich und der Produkt-Kill konsequent.

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